"Verbogen kommst Du mir nicht vor"

Persönliche Worte und eine Parodie wie vom Nockherberg zu Pickals Abschied

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Großer Bahnhof für den scheidenden Schulleiter v.li.: Bürgermeister Markus Loth, stellvertretende Landrätin Regina Bartusch, Peter Pickal, sein Schauspiel-Double Tristan Waschkowitz, Elternbeiratsvorsitzende Gloria Alfaro-Vega, Ministerialbeauftragter Ernst Fischer und Konrektor Klaus Förster. 

Weilheim – „Also lautet ein Beschluss, dass der Mensch was lernen muss…“, mit diesem Wilhelm Busch-Zitat begrüßten die Konrektoren Susanne Holzheu und Klaus Förster die Gäste bei der feierlichen Verabschiedung von Realschuldirektor Peter Pickal. Dieser geht zum 1. August in den Ruhestand und wurde von der ganzen Schulfamilie mit einer sehr persönlichen und fröhlichen Feier geehrt.

Stellvertretende Landrätin Regina Bartusch dankte Pickal für seine wertschätzende Art im Umgang mit anderen und dafür, dass er die Realschule, in der unter seiner Ägide zahlreiche Umbau- und Verbesserungsmaßnahmen vorgenommen wurden, in einem sehr guten Zustand übergibt. Dem schloss sich auch Bürgermeister Markus Loth an, der das gute Klima an der Realschule lobte. Auch die vielen Projekte hob er hervor und überreichte dem scheidenden Schulleiter die große Silbermünze der Stadt.

Bildergalerie Verabschiedung des Schulleiters Realschule Weilheim Peter Pickal

 © Bianca R. Heigl
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Sehr persönlich wandte sich der zuständige Ministerialbeauftragte für die Realschulen Ernst Fischer an Pickal, mit dem ihn früher eine „Feindschaft“, später eine Freundschaft verbindet. Denn bereits als Jugendliche waren beide Ministranten in Freising, allerdings in „konkurrierenden Lagern“. Nach der Referendarzeit bekam Pickal die Stelle, die Fischer gern wollte, aber dann wurden sie Kollegen und Freunde. Über den geradlinigen Pädagogen bemerkte er: „Natürlich biegt uns ein System, aber verbogen kommst Du mir nicht vor!“ Viele Lacher auf ihrer Seite hatte Elternbeiratsvorsitzende Gloria Alfaro-Vega mit ihrem „Tagebuch eines Rentners“. Und auch die Lehrerschaft erntete viel Beifall für ihre Beiträge in Reimform und als Gesang. Ungekröntes Highlight war aber die Aufführung der English Drama Group – dieses Mal in Bayerisch, Fränkisch und Schwäbisch: „One day in his life“ titelte das Stück, das szenisch den Schulalltag auf die Schippe nahm und in dem Nockherberg-like die Lehrer parodiert wurden. Musikalisch umrahmt wurde der Festakt vom Ensemble, dem Schulchor, sowie Raphael und Hanna Schirmer.

Pickal dankte allen und gab seinem Kollegium mit auf den Weg, die Schüler so anzunehmen, wie sie sind. „Wir haben einen Erziehungsauftrag in und für die Gesellschaft“, resümierte der Pädagoge. „Besonders als Vorbild können wir zusammen mit den Jugendlichen zeigen, wie Gemeinschaft geht!“

Von Bianca R. Heigl

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