Umgebauter Wertstoffhof in Peißenberg ist jetzt offiziell eingeweiht

Mehr Komfort bei der Müllabgabe

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or der neuen, räumlich erweiterten Grüngutsammelstelle am Wertstoffhof: V.li. Franz Seidel, Gunnar Prielmeier, Stefan Barnsteiner, Gerda Walser, alle im EVA-Aufsichtsrat, EVA-Geschäftsführer Fritz Raab, Landrätin Andrea Jochner-Weiß und Bürgermeisterin Manuela Vanni.F

Peißenberg – Jedes vierte Kilo Müll, das in der Region anfällt, bringen die Landkreisbürger im Eigentransport an einen der vier Wertstoffhöfe in Erbenschwang, Penzberg, Weilheim und Peißenberg zur Entsorgung. Die Infrastruktur muss dementsprechend eingerichtet und ständig optimiert werden, wie sich jetzt am Beispiel des Peißenberger Recyclinghofs zeigt.

Ein Blick auf die Müllstatistik verrät, dass die Anliefermenge in der Marktgemeinde von rund 800 Tonnen im Jahr 1995 auf etwa 3 500 Tonnen im Jahr 2014 angestiegen ist. Mehr Kunden und mehr Müll erfordern an den Sammelstellen aber auch ein umfangreicheres Raumangebot.

Als der Wertstoffhof 2006 vom gemieteten Gelände an der Bergwerkstraße auf das von der BHS erworbene Grundstück „Am Holzgarten“ umgezogen ist, hat sich die Betriebsfläche bereits auf 3 000 Quadratmeter erhöht – und nun wurde noch einmal um knapp 1500 Quadratmeter aufgestockt. Insgesamt 265 000 Euro investierte die landkreiseigene „Erbenschwanger Verwertungs- und Abfallentsorgungs-GmbH“ (EVA), um den Peißenberger Wertstoffhof in zwei Bereiche – für kostenpflichtigen respektive nicht kostenpflichtigen Müll –mit getrennten Zufahrten umzugestalten.

Der Vorteil für die Kunden: Vor allem für die Anlieferung von Gartenabfällen verkürzt sich die Wartezeit erheblich, weil der Transportverkehr nicht mehr über das Nadelöhr an der überdachten Waage, sondern über eine separate Zufahrt geleitet wird. Dadurch werden Rückstaus vermieden und auch die Situation an der kostenpflichtigen Mülleinfahrt entspannt sich.

„Das ist eine riesige Entlastung. Die Baumaßnahme dient dem Bürger“, ließ Landrätin Andrea Jochner-Weiß kürzlich bei der offiziellen Einweihungsfeier keinen Zweifel an der Notwendigkeit der Investitionen.

Auch Peißenbergs Bürgermeisterin Manuela Vanni äußerte sich voll des Lobes über die Erweiterung des Peißenberger Wertstoffhofes: „Für die Bürger bedeutet das mehr Komfort.“ Generell sei die Abfallentsorgung ein ganz wichtiges Thema, das von der EVA „in hervorragender Weise“ bearbeitet werde: „Der anfallende Müll wird fast restlos beseitigt oder energetisch genutzt“, betonte Vanni.

Von Bernhard Jepsen

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