Regens-Wagner-Stiftung schafft Betreuungsangebote für Menschen mit Behinderungen

Wohnheim und Förderstätte

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Das Paula-Lindauer-Haus wird ab 2016 Standort für ein Wohnheim und eine Förderstätte sein und Betreuungsangebote für Menschen mit Behinderungen zur Verfügung stellen.

Peißenberg – Die Zukunft des Paula-Lindauer-Hauses ist geklärt: Das 1992 errichtete Gebäude, in dem derzeit noch die Ökumenische Sozialstation des Landkreises untergebracht ist, wird zum Wohnheim und zur Förderstätte für Menschen mit Behinderungen umfunktioniert. Neuer Eigentümer ist die Regens-Wagner-Stiftung Erlkam mit Sitz im schwäbischen Dillingen.

Die kirchlich getragene Einrichtung wurde sich bereits Ende Juli mit den bisherigen Gebäudeinhabern, der Gemeinde Peißenberg und der Paula-Lindauer-Stiftung, über einen Kaufvertrag einig. Bezüglich der finanziellen Modalitäten haben die beiden Parteien Stillschweigen vereinbart.

Wie es in einer Presseerklärung von „Regens Wagner“ heißt, hat sich die Stiftung aufgrund des „dringenden Bedarfs“ an Betreuungsangeboten für den Kauf des Paula-Lindauer-Hauses entschieden.

„Häufig fragen Menschen mit Behinderungen beziehungsweise deren Angehörige im Anschluss an die Schulentlassung nach einem weiterführenden Förderangebot“, teilt Regens-Wagner-Vorstandsmitglied Gerhard Reile in Bezug auf die Don-Bosco-Förderschule in Rottenbuch mit. Durch die Nutzung des Paula-Lindauer-Hauses könne man diesem Bedarf nun gerecht werden. Die vorhandene Baustruktur würde es erlauben, im Erdgeschoss neun Menschen mit Behinderungen in einer „überschaubaren Wohngemeinschaft“ unter fachlicher Betreuung einzuquartieren. Laut Reile werden alle Bewohner ein Einzelzimmer mit Sanitärbereich erhalten. Darüber hinaus soll es einen gemeinschaftlichen Wohn- und Essbereich sowie ein Pflegebad geben.

Organisatorisch wird das Wohnheim unter dem Dach von „Regens Wagner Rottenbuch“ geführt, ebenso wie die Förderstätte, die im Obergeschoss des Paula-Lindauer-Hauses entstehen soll. Die Einrichtung ist auf zwölf Menschen mit Behinderungen ausgerichtet und auch für die Betreuung von externen Personen vorgesehen. Die Zielgruppe soll dabei auf eine Tätigkeit in einer Werkstätte für behinderte Menschen vorbereitet werden.

Aktuell, so teilt Regens Wagner mit, laufen die Planungen zur baulichen Modernisierung und Umnutzung des Paula-Lindauer-Hauses. Auch werden derzeit bezüglich der späteren Betriebskosten die erforderlichen Abstimmungen mit dem zuständigen Bezirk Oberbayern getätigt. Damit die Entlassschüler der Don-Bosco-Förderschule die neuen Angebote rechtzeitig nutzen können, sollen Wohnheim und Förderstätte zum Schuljahreswechsel 2016 eröffnet werden. Die Ökumenische Sozialstation hingegen wird noch heuer ins Krankenhaus umziehen.

von Bernhard Jepsen

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