IHK-Regionalausschuss Weilheim-Schongau wählt neue Vorsitzende

Bauer an der Spitze

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Die neuen Vorsitzenden des IHK-Regionalausschusses v. li. Peter Ostenrieder, Klaus Bauer und Felix Schaumberg.

Weilheim – Neben den Wahlen des Vorsitzenden beziehungsweise der beiden Stellvertreter stand die Thematik Breitbandversorgung und Digitalisierung im Landkreis Weilheim-Schongau im Mittelpunkt der letzten Sitzung des IHK-Regionalausschusses.

Zu Beginn der Veranstaltung stellte Vorstand Peter Müller die Stadtwerke, in deren Räumlichkeiten die Sitzung abgehalten wurde, kurz vor. Das Kommunalunternehmen ist eine Tochtergesellschaft der Stadt Weilheim und befasst sich mit den Sparten Trinkwasserversorgung, Abwasserbeseitigung, Betriebshof und Tiefgarage. Als weiteres Projekt steht die Errichtung eines Linienkonzeptes für den Stadtbus an. Die Stadtwerke Weilheim in Oberbayern Energie GmbH (SWE) ist wiederum eine Tochtergesellschaft des Unternehmens. Die SWE ist für Strom und Gas, gegebenenfalls für Wärme, sowie demnächst für weitere Bereiche zuständig. Zukünftige Projekte sind die Stromerzeugung durch ein kleines Wasserkraftwerk an der Seemühle am Stadtbach (Antrag läuft), Windkraft im Weilheimer Westen sowie ein Biomasse-Blockheizkraftwerk.

Als nächster Punkt folgten die Wahlen des Vorsitzenden und seiner Stellvertreter, die von Dr. Robert Obermeier, IHK für München und Oberbayern, durchgeführt wurden. Florian Lipp, Geschäftsführer Kaufhaus Rid, schlug für das Amt des ersten Vorsitzenden Klaus Bauer (Geschäftsführer Bauer Unternehmensgruppe GmbH & Co. KG) vor, der bis dato als Stellvertreter fungierte. Er wurde einstimmig gewählt. Damit tritt Bauer die Nachfolge von Herbert Klein an. Dieser legte den Posten nieder, da er seit Anfang des Jahres nicht mehr als Leiter des Agfa-Geveart-Health-Care-Werkes in Peißenberg fungiert, sondern innerhalb der Unternehmensgruppe nun für den Europa-Service zuständig ist. Er sei seit vielen Jahren im Gremium tätig und habe eng mit Klein zusammengearbeitet. Die Arbeit sei es wert, weitergeführt zu werden, sagte Bauer. Des Weiteren wurden auch die Ämter der beiden stellvertretenden Vorsitzenden neu besetzt. Dies wurde nötig, da Bauer zuvor einen der Posten inne hatte und der andere Stellvertreter, Ludwig Ressle (Niederlassungsleiter D+S logistic GmbH Schongau), ebenfalls ausschied. Gewählt wurden mit großer Mehrheit Peter Ostenrieder (Inhaber Ostenrieder Design & Marketing) und Felix Schaumberg (Geschäftsführer Bremicker Verkehrstechnik Verwaltungs GmbH, Bremicker Verkehrstechnik GmbH & Co. KG). Klein erhielt als Dank für sein Wirken nicht nur Präsente, sondern auch einen besonderen Titel, er wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Klein werde immer einer sein, der in der Region verwurzelt ist, sagte Bauer. Seiner Initiative sei es auch zu verdanken, dass sich Weilheim gegen die anderen Standorte durchsetzen konnte und nun das IHK-Regionalzentrum beheimatet. Klein machte darauf aufmerksam, dass die Erfolge während seiner Amtszeit dem ganzen Team zu verdanken seien. „Ich kann nichts alleine machen.“ Er wünschte dem Ausschuss weiterhin Diskussionen, verschiedene Meinungen aber am Ende eine Stimme.

Beim Tagesordnungspunkt Breitbandversorgung und Digitalisierung im Landkreis Weilheim-Schongau sprach André Behre unter dem Titel „Zukunft Glasfaser?“ Mit dem Ausbau von Glasfaser in Weilheim beschäftigt sich gerade die Tochtergesellschaft der Stadtwerke SWE (wir berichteten). Momentan würde nur Glasfaser bis zum Kabelverzweiger gelegt werden. Die Stadtwerkelösung sähe dagegen vor, Glasfaser bis zum Gebäude zu verlegen, erklärte Behre. Damit sind statt maximal 100 Mbit/s etwa 10 Gbit/s möglich. Der Ausbau erfolgt im Betreibermodell. Das heißt, dass die Stadtwerke vor Ort die passiven Netze bauen und betreuen – die Dienste (IP-Telefonie, Internet, TV) stellt ein grundzuständiger Provider bereit, in diesem Fall die Inexio GmbH. Zudem werden Weilheims Schulen an das Glasfasernetz angeschlossen und das Netz ist open-access (auch für andere Provider offen).

Michael Futterknecht, von der P-KOM Telekommunikationsgesellschaft mbH, informierte zu dem Thema „Wie rasant entwickelt sich der Breitbandbedarf im Mittelstand?“ Die P-KOM wurde von den Stadtwerken Penzberg gegründet. Penzberg habe relativ früh mit dem Ausbau von Glasfaser begonnen, so Futterknecht. Inzwischen gäbe es 100 reine Geschäftskunden. Der Ausbau sei zudem eigenwirtschaftlich erfolgt. Zu den Vorträgen gab es einiges an Wortmeldungen, zum Beispiel wurde von Bauer gefordert, Aktivität in die Gewerbegebiete Weilheims zu bringen. Ostenrieder machte mitunter darauf aufmerksam, dass bei diesem Thema die Bürgermeister vor Ort auch sehr gefordert seien, weswegen die Unternehmen mit der kommunalen Politik in Kontakt treten müssten.

Aktuelles aus der IHK gab es letztendlich noch von Obermeier, der unter anderem auf die Pros (Einwanderungsgesetz Fachkräfte) und Contras (Recht auf befristete Teilzeit) aus Sicht der IHK im Koalitionsvertrag einging.

Von Sofia Wiethaler 

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