Sport in entspannter Runde

RSV Weilheim trainiert in der Mittelschule – Kostenlose Schnupperabende

+
Trainiert wird jeweils montags in der Sporthalle der Weilheimer Mittelschule.

Weilheim – Körperlich aktiv sein und damit länger gesund bleiben. Wer möchte das nicht? Einschlägige Studien belegen, dass sich regelmäßige körperliche Bewegung äußerst positiv auf die Gesundheit auswirken kann. Der gute Vorsatz ist bei vielen durchaus vorhanden, doch nützt er nur dann, wenn ihm Taten folgen. Gelegenheit, in fröhlicher Gemeinschaft Bewegung und Sport zu betreiben, bietet der Reha-Sportverein Weilheim e.V. (RSV).

Unter fachkundiger Anleitung mit gezielten Sportübungen lästige Alltagsbeschwerden lindern und krankheitsbedingten Folgeschäden entgegensteuern: „Für Bewegung ist es nie zu spät“, ermuntert Norbert Reutter-Arnthof die TeilnehmerInnen. Den RSV Weilheim beschreibt der Vorsitzende im Redaktionsgespräch als „kleinen aber feinen Rehabilitations- und Behindertensportverein“ mit aktuell 24 Mitgliedern.

Rehabilitationssport wird von den gesetzlichen Krankenkassen gefördert und ärztlich verordnet. An den Übungsabenden können auch Nichtmitglieder teilnehmen.

Gegründet am 1. Januar 1956, hat der RSV im Mai 2016 in der Waldwirtschaft am Gögerl das 60-jährige Jubiläum gefeiert. „Die ersten Mitglieder waren Kriegsversehrte, die hier körperliche Ertüchtigung suchten“, berichtet Reutter-Arnthof. Einer von ihnen nimmt mit knapp 90 Jahren immer noch an den Gruppentreffen teil. In der Nachkriegszeit zählte der RSV bis zu 200 Mitglieder. Ihre Bedürfnisse haben sich im Laufe der Jahre geändert. Neben Sport, Gymnastik und Schlagball bietet der RSV heute ein geselliges Vereinsleben, um den Mitgliedern eine abwechslungsreiche Teilhabe an verschiedenen Freizeitaktivitäten zu ermöglichen, wie der Homepage des Vereins zu entnehmen ist.

Bei der „Osteoporosegymnastik“ legt Übungsleiterin Linda Arnthof ein Augenmerk auf die Sturzprophylaxe. Im Training leitet sie die Teilnehmer, überwiegend Frauen, zu mehr Beweglichkeit, Kraft und Ausdauer an. Sie achtet auf deren Haltung und erklärt: „Mit falschen Bewegungen verstärkt ihr euer Leiden.“ Oft sind die Reha-Sportler von starken Rückenschmerzen geplagt. Im Kurs „Wirbelsäulengymnastik“ lernen sie von der zertifizierten Übungsleiterin für Rehabilitationssport, wie sich mit Muskelaufbau die Beweglichkeit fördern lässt. „Sport schützt vor Brüchen und weiteren Beschwerden“, erklärt sie, ohne die Grenzen der Belastbarkeit aus den Augen zu lassen: „Bewegt euch, soweit ihr es aushalten könnt.“ Dankbar werden Arnthofs „Notfallübungen für das Aufstehen“ angenommen. Nach der Gymnastik wird mit einem sportlichen Ballspiel die Ausdauer verbessert. „Das macht allen Spaß“, beobachtet Linda Arnthof in den Übungsstunden. Einen Leistungsdruck gibt es dort jedenfalls nicht.

Regelmäßiges Training ist wichtig. „Die Wirkung setzt meist nach vier bis sechs Gymnastikwochen ein“, appelliert Arnthof an ihre Reha-Sportler. Beliebt ist auch der jährliche Ausflug in die Therme nach Schwangau. Über weitere Ausflugsziele wird gemeinsam beratschlagt. Für den Sommer plant die Übungsleiterin den Aufbau einer Walkinggruppe, voraussichtlicher Treffpunkt wird in der Weilheimer Au sein. Interessierte können sich unter Tel. 08803/498991 melden.

Das Alter der Kursteilnehmer liegt zwischen 40 und 90 Jahren. Trainiert wird montags in gemischten Gruppen in der Wilhelm-Conrad-Röntgen-Mittelschule, Eingang Engelhardtstraße (Schulferien ausgenommen), die Osteoporosegymnastik  findet von 16.45 bis 17.30 Uhr statt, die Wirbelsäulengymnastik  von 17.45 bis 18.30 Uhr. Zum Ausprobieren bietet der Verein drei kostenlose Schnupperabende an. Mehr Infos auf der Homepage des Vereins: www.reha-sport-weilheim, E-Mail: norbert1924@hotmail.com. 

Von Maria Hofstetter

Auch interessant

Meistgelesen

Unbekannter nähert sich Kindern
Unbekannter nähert sich Kindern
Am Tag der offenen Tür der FFW Weilheim gab es viel zu sehen und zu erleben
Am Tag der offenen Tür der FFW Weilheim gab es viel zu sehen und zu erleben
Landkreisbürger trifft Namensvetter aus Berlin
Landkreisbürger trifft Namensvetter aus Berlin
Das Duell
Das Duell

Kommentare