Ein Wetterbericht zum Abschied

Rektorin Maria Herrmann-Trunk verlässt zum Schuljahresende die Ammerschule

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Ein Glanzstück der Sanierung ist die neue Mittagsbetreuung, über die sich nicht nur Maria Herrmann-Trunk (mi), sondern auch Schulamtsdirektorin Ingrid Hartmann Kugelmann (li.) und Vizebürgermeisterin Angelika Flock freuen.

Weilheim – Wenn eine Rektorin nach zehn ereignisreichen Jahren ihre Schule verlässt, gibt’s normalerweise ein großes Fest in der Schule mit vielen Kindern, Eltern, Kollegen, Gästen. Doch was ist in Corona-Zeiten schon normal? So wurde auch Maria Herrmann-Trunk, zehn Jahre Rektorin der Grundschule an der Ammer, in vergleichsweise bescheidenem Rahmen in ihren wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

Begrüßt wurden die Gäste aus Kollegium, Stadt und Schulbehörde von Konrektorin Julia Schinzel in der übersichtlich und ganz Abstandsregel-konform bestuhlten Aula. In einer stilecht in Grundschulpädagogik vorbereiteten Rede hielt sie Rückschau auf Herrmann-Trunks Tätigkeit an der Ammerschule. Dabei assistierte ihr Christine Schübel, die an den „blauen Himmel“ zu Beginn 2010 alle Wolken, Sterne, Sternschnuppen und die Sonne samt Strahlen hängte, so dass am Schluss ein „Wetterbericht“ des vergangenen Ammerschul-Jahrzehnts zu sehen war. Vom Kollegium gab’s zum Abschied eine Schatztruhe voller Bücher, für die „du nun endlich Zeit haben solltest“, so Schinzel.

Vizebürgermeisterin Angelika Flock dankte namens der Stadt für die gute Zusammenarbeit. Sie betonte wichtige Projekte, wie die Zusammenarbeit mit der Musikschule bei den Singklassen oder die „Pausenengel“, was wesentlich zum guten Schulklima beigetragen habe. Auch vom Bauamt überbrachte Flock ein Kompliment für das Managen der Schulsanierung im laufenden Betrieb. Als Zeichen des Dankes übergab sie die silberne Ehrenmünze der Stadt.

Den schmerzlich vermissten Beitrag der Kinder – man hatte bereits vor dem Lockdown an einem Theaterstück gearbeitet –, trug Schübel zur Freude aller wenigstens vor, wobei das Insiderwissen des Kollegiums bei den benannten Darstellern so manches Lachen auslöste. Außerdem hatten die Schulkinder während des Lockdowns Bilder für ihre Rektorin gemalt und Wünsche aufgeschrieben. Diese wurden gesammelt als Buch überreicht.

Auch Schulamtsleiterin Ingrid Hartmann-Kugelmann blickte zurück auf ihre Zeit des gemeinsamen Weges mit Herrmann-Trunk und resümierte: „Ich werde dich sehr vermissen!“ Worte des Dankes und der Anerkennung auch von Elternbeiratsvorsitzender Marina Jungbauer und Fördervereinsvorsitzender Weber. Und aus dem Kolleginnenkreis gab’s ein literarisches Beaumont – Selbstgedichtetes.

Gerührt zeigte sich Herrmann-Trunk ob der Abschiedsfeier und der gezeigten Wertschätzung. Sie selbst ließ ihr Berufsleben Revue passieren, vom holprigen Start mit fünfjähriger Wartezeit auf eine Stelle über die „prägendste Zeit“ an der Eberfinger Schule, die erste Schulleitung, Mitarbeit in der Externen Evaluation und die letzten zehn Jahre in Weilheim. „Ein wichtiger Meilenstein war, dass wir uns gemeinsam auf den Weg machten, eine ‚sozialwirksame Schule‘ zu werden“, erklärte sie. Gerade in schwierigen Zeiten wie der Corona-Krise zeige sich, dass Verantwortung für sich und andere zu übernehmen, Regeln einzuhalten, die für alle gelten, den Ammerschülern nicht schwerfalle. Die scheidende Rektorin dankte besonders ihrer Konrektorin Schinzel, die eine äußerst verlässliche Partnerin mit großer Wertschätzung, fachlicher Kompetenz und Humor war. Ihr, der neuen Rektorin Ulrike Höß und allen Kolleginnen wünschte sie „alles erdenklich Gute für die weitere Arbeit zum Wohl der Ammerschulkinder“.
Von Bianca Heigl
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