SPD-Ortsverband ehrt Michael Lorbacher und Ingo Remesch mit Willi-Brandt-Medaille

"Ihr habt viel getan"

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Die neuen Träger der Willi-Brandt-Medaille inmitten des SPD-Vorstands. V.li.: Roman Wieting, lngo Remesch, Michael Lorbacher, Lucas Fritzsche, Dominik Hey (neuer Schriftführer), Jörg-Michael Hentschke (neuer Schriftführer). Vorne: Petra Arneth-Mangano, Lilo Lechner.

Weilheim – Die Willi-Brandt-Medaille ist eine der höchsten Auszeichnungen der deutschen Sozialdemokraten, und sie wird selten vergeben. Geehrt werden Mitglieder, die sich in besonderer Weise um die Sozialdemokratie verdient gemacht haben. Am Montag erhielten sie gleich zwei Weil-heimer SPDler: Michael Lorbacher und Ingo Remesch.

Die Ehrung war neben der Einstimmung auf die Europawahlen am 25. Mai, der Diskussion über den Freihandelsvertrag mit den USA und den notwendig gewordenen Neuwahlen von Kassier und Schriftführer der Höhepunkt der Jahreshauptversammlung. Lorbacher, der nach 18 Jahren ohne Unterbrechung im Stadtrat tätig war, wurde von Laudator Roman Wieting als unschlagbarer Organisator beschrieben. „Du hast mit deinem juristischen und philosophischen Sachverstand die Stadt vor einigem Schaden bewahrt und den Stadtrat mitgeprägt. Wenn du eine Sache angepackt hast, hatte sie Hand und Fuß. Wir sind stolz auf dich“, lobte er. 

In der Laudatio für Ingo Remesch stellte Lucas Fritzsche dessen Popularität heraus. „Du warst nicht nur zwölf Jahre Zweiter Bürgermeister der Stadt, sondern ein echter, kompetenter Stellvertreter mit einem stets offenen Ohr für die Anliegen der Bürger“, so Fritzsche. In ihrer Dankesrede versprachen die beiden Geehrten, sich auch weiterhin für die Partei zu engagieren. 

Vorstandsvorsitzende Petra Arneth-Mangano bilanzierte, dass der Ortsverband letztes Jahr eine ganze Menge bewegt hat. Ob Vorstandswahlen, Aufstellungsversammlungen für die Kommunalwahlen, Diskussionen über den Berliner Koalitionsvertrag, 150. Parteijubiläum – „ihr habt viel getan“, lobte sie. 

Das enttäuschende Abschneiden bei den Kommunalwahlen ist für sie ein Grund für noch größere Anstrengungen nach den Europawahlen. Für die Wahlbeteiligung und die SPD-Kandidaten Martin Schulz und Maria Noichl soll bis zum Wahltermin jeden Samstag mit einem Infostand auf dem Marienplatz geworben werden. 

Das geplante Freihandelsabkommen mit den USA sieht der Ortsverein mit großer Skepsis und vermutetet die Aufgabe europäischer Sozialstandards. Auf einer dafür geplanten Mitgliederversammlung soll eine kritische Resolution verfasst und an die Parteigremien weitergeleitet werden. 

Wahlleiter Bernhard Kerscher übte herbe Kritik. Die Devise „Es klappt schon und durchwursteln“ reiche nicht. „Wir müssen vorne weg statt hinterher hecheln“, forderte er die Genossen auf und schlug vor: „Nächstes Mal früher anfangen. Die Arbeit auf mehrere Schultern verteilen, gute Kandidaten und ein ebensolches Programm haben.“

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