Rettung durch neue Abteilung – Seit 1. Januar: Plastische und Handchirurgie am Penzberger Krankenhaus

Noch im Sommer drohte dem Penzberger Krankenhaus der Verkauf an die Klinikgruppe Enzensberger, jetzt wurde ein wichtiger Schritt zu dessen Rettung vollzogen: Seit dem 1. Januar gibt es in dem 100-Betten-Haus eine Hauptfachabteilung für Plastische Chirurgie und Handchirurgie. Eva-Maria Baur und Gaby Fromberg heißen die beiden Ärztinnen, die ab diesem Jahr die Hauptabteilung betreiben. Dies gab die Krankenhaus GmbH bekannt.

Die beiden Expertinnen sind seit 2006 als Konsiliarärztinnen, also als Gastärzte, die ihre eigenen Patienten betreuen, am Krankenhaus Penzberg tätig. Als niedergelassene Ärzte betreiben die beiden eine Praxis in Murnau. „Wir freuen uns auf die verstärkte Zusammenarbeit mit den Ärztinnen, die ihre Kompetenz in den zurückliegenden Jahren nachdrücklich bewiesen haben“, sagt Elisabeth Ulmer, die Geschäftsführerin der Krankenhaus GmbH. Schwerpunkte der Tätigkeit von Baur und Fromberg sind die Handchirurgie sowie die wiederherstellende-rekonstruktive Chirurgie. Dieser Spezialbereich umfasst Operationen zur Wiederherstellung von Körperoberfläche, Funktion und Form nach Tumoroperationen, Unfällen oder Fehlbildungen. „Wir freuen uns, dass wir unser Fachbegiet weiter ausbauen und hier mehr anbieten können“, erklärt Eva-Maria Baur. Ebenfalls behandelt werden chronische Wunden bei offenen Beinen, diabetische Füße oder Druckgeschwüre durch Bettlägerigkeit. Weitere Bereiche sind die Brustrekonstruktion nach Brustkrebs, Handchirurgie und die Behandlung der Nerven bei Druckproblemen. Den Aufbau dieser neuen Abteilung verbindet die Krankenhaus GmbH mit der Hoffnung, dass die Patientenzahlen im Krankenhaus Penzberg ansteigen. Baur und Fromberg nutzen seit drei Jahren als Konsiliarärztinnen die Infrastruktur der Penzberger Klinik. „Wir schätzen das engagierte Personal hier und den Komfort des Hauses“, hebt Fromberg hervor. Die positiven Erfahrungen der vergangenen Jahre hätten das Ärzte-Duo dazu motiviert, ihr Wirken in Penzberg zu verstärken. Von einem „Schritt in die richtige Richtung“ spricht Bürgermeister Hans Mummert. „Eine Hauptabteilung für plastische Chirurgie ist ein positives Zeichen, das brauchen wir“, betont Mummert. Das Haus mit Spezialgebieten auszustatten mache Sinn, um Synergieeffekte zu erzielen, die Fallzahlen zu steigern und um die Grundversorgung zu erhalten. Zudem erhofft sich der Bürgermeister ein positives Signal im Hinblick auf das Gutachten über die Penzberger Klinik, mit dem ein Büro beauftragt wurde. Das Ergebnis der Untersuchung, wohin der Weg des Krankenhauses führt, um die medizinische Grundversorgung in Penzberg zu erhalten, ist für März geplant. Mummert sprach aber auch davon, dass mit der neuen Hauptabteilung für Plastische Chirurgie ein „erster Eckpfeiler“ gesetzt wurde. Weitere Schritte, Spezialgebiete am Krankenhaus zu etablieren, müssten folgen.

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