Auf Orientierungsmarsch

Rettungshundestaffel des ASB Weilheim/Starnberg

Rettungshundestaffel
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Die Rettungshundestaffel des Arbeiter-Samariter-Bundes Weilheim/Starnberg begab sich kürzlich auf einen Orientierungsmarsch.

Weilheim – Wer Rettungshundeführer*in werden will, braucht einen guten Orientierungssinn. Und Ausdauer. Um beides zu trainieren trafen sich kürzlich insgesamt acht Mitglieder der Rettungshundestaffel des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) Weilheim/Starnberg. Auf dem Programm stand der praktische Teil der Ausbildung „Orientierung im Gelände mit Karte und Kompass“.

Diese Schulung besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. In der Theorie werden diverse Kenntnisse vermittelt: der Aufbau einer Karte, wie eine Karte eingenordet und eine Marschzahl ermittelt wird, bis hin dazu, wie der genaue Standpunkt anhand einer Karte bestimmt wird. Diesen Teil der Schulung hatte das Team bereits hinter sich.

Jetzt ging es darum, die Theorie in die Praxis umzusetzen. Und zwar bei einem sogenannten Orientierungsmarsch. Geschult und vorbereitet wurde das Seminar in diesem Fall von Martin und Karin Biedermann (Staffelleiterin). Dabei haben sie sich verschiedene Herausforderungen für das Team einfallen lassen – was einiges an zeitlichem Aufwand bedeutete.

Nun galt es also für die Hundeteams auf dem Marsch circa 20 Aufgabenpunkte auf einer vorgegebenen Liste – wie bei einer Schnitzeljagd – im Gelände abzuarbeiten. Dies waren zum Beispiel Aufgaben wie das Auffinden einer bestimmten Markierung im Gelände, Anpeilen eines Orientierungspunktes und Übertragung auf die Karte, Ermitteln der Marschzahl und der damit verbundenen genauen Position. Alle Stationen wurden von den Teams auf einer Karte eingetragen, sodass zum Schluss auch überprüft werden konnte, ob die Route exakt und ohne Abkürzungen abgegangen wurde. Nach etwa zweieinhalb Stunden spannenden Fußmarsches kamen alle Teams mit ihren Hunden müde und erschöpft, aber bei bester Laune, am wohlverdienten Ziel im Biergarten des Wirtshauses zum Gögerl an. 

„Die Orientierung im Gelände und der Umgang mit Karte, Kompass und GPS sind die wichtigsten Ausbildungsbausteine für den späteren Sucheinsatz als Hundeführer“, erklärt Staffelleiterin Biedermann. Denn im Einsatz bekomme jeder Hundeführer sein Suchgebiet vom Einsatzleiter zugewiesen, welches die Rettungshundeführer dann selbstständig und in Begleitung eines Helfers aufsuchen, einteilen und mit dem Hund absuchen müssen. Dies sei ohne eine fundierte Ausbildung nicht möglich.

Neben der Schulung in „Karte/Kompass“ haben die zukünftigen Hundeführer eine ganze Reihe an anderer spannender Ausbildungen zu absolvieren. So sind eine Sanitätshelferausbildung, Kenntnisse in Kynologie, Erste Hilfe Hund, Einsatztaktik Fläche und Trümmer sowie Kenntnisse in Unfallverhütung und Bevölkerungsschutz vorgeschrieben. Parallel dazu findet die zeitaufwendige, aber erfüllende Ausbildung in der Flächen- und Trümmersuche statt, „die dem Hund eine anspruchsvolle und artgerechte Aufgabe gibt“, sagt Biedermann.

Nach Abschluss aller Ausbildungsschritte und dem Bestehen der anspruchsvollen Rettungshundeprüfung, darf das Mensch-Hunde-Team die Polizei und den Rettungsdienst bei der Vermisstensuche unterstützen.

„Die ehrenamtliche Tätigkeit in der Rettungshundestaffel stärkt die Bindung zwischen Mensch und Hund, gibt die Möglichkeit zu helfen und mit seinem Hund gemeinsam Menschenleben zu retten.“

Näheres unter k.biedermann@asbmuenchen.de.

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Von Kreisbote

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