»Wahrzeichen« demontiert: Große Wasserrutsche im Peißenberger Bäderpark abgebrochen 

Abbau Wasserrutsche Rigi-Rutsch´n Peißenberg.
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Nach ein paar Stunden Arbeit standen Anfang der Woche nur noch die Stützpfeiler der großen Wasserrutsche im Peißenberger Freibad.

Peißenberg – Sie hatte 38 Betriebsjahre auf dem Buckel, nun ist sie Geschichte: Die Rede ist von der großen Wasserrutsche im Peißenberger Freibad. Das Wahrzeichen der „Rigi-Rutsch´n“ wurde Anfang der Woche per Schneidbrenner und Autokran Stück für Stück demontiert. Bis zum 40-jährigen Bäderparkjubiläum 2022 soll eine neue – möglicherweise sogar noch größere – Rutsche errichtet werden.

Die alte Rutschanlage musste im Sommer 2020 aufgrund von Belagsschäden an den gelben Kunststoffwannen stillgelegt werden. Eine Sanierung hätte sich wirtschaftlich nicht mehr rentiert. Die zuständigen Gemeindewerke hatten ohnehin schon seit Längerem einen kompletten Neubau angepeilt – und zwar in Form einer robusteren und weniger wartungsintensiven Edelstahlausführung. Zunächst hatte man ein Budget von 250 000 Euro einkalkuliert. Doch in Absprache mit der Kommunalpolitik entschied man sich, noch einmal 150 000 Euro draufzusatteln. Damit könnte die neue Anlage im Vergleich zum alten Wahrzeichen um etwa ein Drittel größer ausfallen.

Das Volumen der Bauvariante wird letztlich davon abhängen, ob das Kommunalunternehmen respektive die Marktgemeinde Berücksichtigung im Bundeskonjunkturprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ findet. Für das Modernisierungs- und Instandsetzungsprojekt „Gesundheits- und Bäderpark Rigi-Rutsch´n 2,0“ wurde ein Investitionsvolumen von 4,6 Millionen Euro angemeldet (wir berichteten). Eine Entscheidung der Vergabestellen wird bis Ende März erwartet. Der grobe Zeitplan der Rutschen-Erneuerung ist bereits abgesteckt: Demnach wird die „Rigi-Rutsch´n“ ihrem Namen in der Badesaison 2021 nicht ganz gerecht werden können. Zumindest müssen die Badegäste auf eine große Rutschanlage verzichten, die Bauarbeiten werden frühestens im Herbst beginnen können. „Aber zum Jubiläum 2022 wird es auf alle Fälle wieder eine Rutsche geben – und wenn alles gut läuft, dann wird sie sogar noch größer werden“, verspricht Gemeindewerksleiterin Ingrid Haberl.

Dennoch: Auch wenn bald eine neue Rutsche im Bäderpark stehen wird, die in Eigenregie und mit kostenloser Unterstützung der Firma „Ressler“ getätigten Abbrucharbeiten waren für das „Rigi-Rutsch´n“-Mitarbeiterteam durchaus eine emotionale Angelegenheit: „Es war kein Leichtes die Rutsche, die ein Teil der Kollegenschaft über 23 Jahre betreut hat, abzubauen. Da blutet das Herz“, berichtete Schwimmmeister Meyer nach der Demontage. Die 21 Wannenteile werden übrigens zerkleinert und als Restmüll entsorgt.

Von Bernhard Jepsen

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