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Grundtarife bleiben gleich

Gemeindewerke präsentieren neues Preisblatt für "Rigi-Rutsch´n"

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Präsentierten die neuen Preislisten Gutscheine und Flyer zur „Rigi-Rutsch´n“. (v.r.) Werner Jungwirth, Johannes Meyer, Ingrid Haberl und Renate Mayer.

Peißenberg – Am 18. Mai beginnt heuer in der „Rigi-Rutsch´n“ die Sommersaison. Bei einem Pressegespräch stellten die Peißenberger Gemeindewerke schon einmal das neue Preistableau vor.

Die frohe Kunde für Badegäste: Die Grundpreise für die Einzeleintritte bleiben unverändert, lediglich bei den Saisonkarten wurde an der Tarifschraube gedreht – allerdings im moderaten Rahmen.

Laut Werksleiterin Ingrid Haberl wurde die neue Preisliste intern „ausführlichst diskutiert“. Die Festlegung der neuen Tarife war letztlich für das Kommunalunternehmen eine Gratwanderung. Einerseits muss das hohe Bäderparkdefizit halbwegs durch Einnahmen gedeckt werden, andererseits soll der Freibadbesuch auch für finanziell weniger gut ausgestattete Badegäste erschwinglich bleiben. Deshalb kam man überein, die niedrigen Grundtarife zu belassen (siehe Tabelle). Stattdessen wurden die Saisontickets „nach oben angepasst“, wie es Haberl formulierte: „Im Vergleich sind wir aber auch in dem Bereich immer noch sehr günstig.“ Ebenfalls erhöht wurden die Preise für Saunabesucher. Anders als für das Freibad sieht Haberl dort keinen direkten Förderanspruch. Unter Berücksichtigung der notwendigen Sanierungsmaßnahmen in dem über 35 Jahre alten Bäderpark wird das jährliche Defizit wohl bald einen siebenstelligen Betrag erreichen: „Die Tendenz geht in Richtung von einer Million Euro“, räumt Haberl ein. Das Minus soll künftig etwa zur Hälfte durch die Einnahmen aus dem geplanten Rehabilitationszentrum im Obergeschoss des Bäderparkbetriebsgebäudes finanziert werden – so zumindest ist es in der Theorie vorgesehen: „Die Reha druckt nicht automatisch Geld. Letztlich müssen es die Zahlen zeigen“, relativiert Haberl.

Die Aufregung rund um die „Rigi-Rutsch´n“ hat sich nach Wahrnehmung der Verantwortlichen inzwischen gelegt. „Seit dem Beschluss, die Sauna weiter zu führen, sind sehr viele Emotionen draußen“, konstatiert Haberl: „Ich habe schon das Gefühl, dass das Vertrauen vorhanden ist.“ Inzwischen seien sogar einige Kunden, die aus Verärgerung über die einjährige Freibad-Schließung nach dem Großbrand 2016 die Stromversorgung gekündigt hatten, zu den Werken zurückgekehrt. Auch nach Einschätzung von Werner Jungwirth haben sich die Wogen geglättet: „Es herrscht kein Aufruhr mehr. Frau Haberl spricht nicht nur, es passiert auch etwas“, lobte der Vorsitzende des „Rigi-Rutsch´n“-Fördervereins. Nun müsse das Angebot von den Peißenbergern aber auch wahrgenommen werden. Haberl und ihr Team hoffen jedenfalls auf einen schönen und warmen Sommer: „Gute Zahlen kommen nur durchs Wetter. Wenn der Sommer verregnet ist, dann hilft das beste Konzept nichts“, sagte Badbetriebsleiter Johannes Meyer.

Saisonkarten gibt es ab sofort im Kundencenter der Gemeindewerke.

Von Bernhard Jepsen 

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