Rigi-Rutsch´n Brand: Ehemaliger Wirt vor Gericht

Prozess hat begonnen

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Die Rauchsäulen, die von der „Rigi-Rutsch‘n“ aufstiegen, waren weithin zu sehen.

Peißenberg – Der Schock saß tief in der Bevölkerung, bei den Kommunalpolitikern und nicht zuletzt bei den für den Betrieb zuständigen Peißenberger Gemeindewerken, als am 11. Februar 2016 die Gaststätte der Rigi-Rutsch´n („Cari-Bar“) in Flammen aufging. Es entstand ein Schaden von über einer Million Euro. Erst im Sommer 2017 konnte das Freibad wieder geöffnet werden. Vor dem Landgericht München begann nun der Prozess gegen den mutmaßlichen Brandstifter.

Auf der Anklagebank sitzt der ehemalige Wirt der „Cari-Bar“. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 42-Jährigen vor, den Brand in der Gaststätte selbst gelegt zu haben, um die Versicherung zu betrügen. Kurz vor der mutmaßlichen Tat soll der Wirt, dem Ende Januar 2016 aufgrund säumiger Pachtzahlungen von den Gemeindewerken gekündigt worden war, die Versicherungssumme deutlich erhöht haben.

Weil sich während des Brandes auch Saunagäste und Personal im Betriebsgebäude der „Rigi-Rutsch´n“ aufhielten, steht der Vorwurf der besonders schweren Brandstiftung im Raum. Beim Prozessauftakt in der vergangenen Woche schwieg der Angeklagte. Über seinen Rechtsanwalt ließ er jedoch seine Unschuld bekunden. Demnach gebe es keinen Hinweis auf Brandstiftung. Auch hätten die Gutachter keinen konkreten Brandherd ausfindig machen können. Für den Prozess sind mehrere Verhandlungstage anberaumt.

Von Bernhard Jepsen

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