In Neuperlach taucht säckeweise Filmmaterial aus Weilheimer Klinik auf

Röntgenbilder an den Straßenrand gekippt

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In der Weilheimer Klinik (Foto) an eine Entsorgungsfirma übergebene Röntgenbilder hat ein Passant an einem Straßenrand in Neuperlach gefunden.

München/Weilheim – Die Nachricht schockiert und empört: Am Mittwoch wurden in Neuperlach am Straßenrand einige Säcke, gefüllt mit Röntgenbildern, entdeckt. Das jeweils mit Namen und Geburtsdatum der Patienten versehene Material stammt aus der Weilheimer Klinik.

Wie konnte diese Panne passieren? Was ist auf dem Weg von der Klinik zur Entsorgungsstelle schief gelaufen? Wie wird mit persönlichen Daten ehemaliger Klinikpatienten umgegangen? Lauter Fragen, denen sich die Krankenhaus GmbH nun stellen muss.

Die Röntgenbilder sind einer Entsorgungsfirma übergeben worden, damit diese die Bilder „fachgerecht vernichtet“, bezieht die Krankenhaus GmbH Stellung. Bei den gefundenen Aufnahmen handle es sich „ausnahmslos um Material, für das keine Aufbewahrungspflicht mehr besteht“, da es älter als zehn Jahre ist.

 Ein bis zwei Mal im Jahr holt eine Entsorgungsfirma in der Weilheimer Klinik alte Röntgenunterlagen ab, um sie „nach geltenden Bestimmungen zu vernichten“, teilt GmbH-Sprecherin Aguedita Afemann mit.

Am vergangenen Freitag hatte eine Entsorgungsfirma, mit der die GmbH seit Jahren zusammenarbeitet, den Auftrag bekommen, 90 „Filmsäcke“ mit Röntgenmaterial im Weilheimer Krankenhaus abzuholen. Ein „Filmsack“ wiegt zehn bis 15 Kilogramm. Zwei große und mehrere kleine Säcke wurden am Mittwoch in Neuperlach gefunden und durch die Polizei sichergestellt, berichtet Afemann.

In der Pressemeldung führt sie aus, dass sich in den Filmsäcken auch Röntgenaufnahmen befanden, die recyclebares Silber oder Silberverbindungen enthalten. Das zu entsorgende Material sei „scheinbar nicht bei der dafür beauftragten Stelle angekommen“.

Laut Florian Diebel, stellvertretender Geschäftsführer der Krankenhaus GmbH, stellt die Klinik Strafanzeige. Mitarbeiter, die solche Entsorgungsaufträge koordinieren, sind intern befragt worden. Zu weiteren Fragen wollte sich Afemann nicht äußern: „Wir sind in der Aufklärungsphase.“

Maria Hofstetter

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