Fragen zu Tests

Rüdiger Imgart übt Kritik im Stadtrat

Symbolfoto: Corona-Schnelltest.
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Rüdiger Imgart übte Kritik an der Herkunft der Corona-Schnelltest für die Stadträte.

Weilheim – Eine Anfrage zu den für Stadträte bereit gestellten „Corona-Laientests“ stellte in der letzten Sitzung des Gremiums Rüdiger Imgart (AfD) – und fand dabei teils deutliche Worte.

„Den Stadträten wurde ein sogenannter Corona-Laientest zur Selbsttestung zur Verfügung gestellt. Bei dem verwendeten Produkt handelt es sich um ein erstmalig und auch nur befristet zugelassenes Material einer in China domizilierenden Gesellschaft in Form einer Limited (China-Schrott)“, tat Imgart seine Meinung zu den Tests kund. Dem gegenüber weise das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus darauf hin, dass dort alle bayerischen Schüler ausschließlich mit Tests von Siemens und Roche getestet würden. Daher wollte der Stadtrat folgendes wissen: Wieso verwendet die Stadt Weilheim keine deutschen Produkte, insbesondere nicht die der kreisansässigen Firma Roche?; Welche Kosten fallen für die Ausgabe der Tests (einschließlich Stückkosten) an und wie teuer wären deutsche Vergleichsprodukte?; Nach welchen Kriterien wurde die Entscheidung zur Beschaffung des Testmaterials der Firma Beijing Hotgen Biotech Co., Ltd. getroffen?

Laut Hauptverwaltungsleiterin Karin Groß seien keine deutschen Produkte zu bekommen gewesen. Roche würde die Tests nur in sehr hohen Stückzahlen anbieten und diese über Mannheim ausliefern lassen. Auf der Webseite der Firma Siemens habe sie keinen Hinweis auf eine Kaufmöglichkeit gefunden. Für die ausgegebenen Tests würden pro Stück Kosten zwischen 4,60 Euro und 6,50 Euro ab 1 000 Stück anfallen. Vergleichbare Produkte aus Deutschland hätten einen deutlich höheren Preis.

Als Kriterien nannte Groß vor allem eine kurze Lieferzeit, da die Tests schnell gebraucht wurden. Außerdem wurde auf eine einfache und verlässliche Handhabung geachtet. Zudem habe man eine Ausschreibung für lokale Unternehmen und Apotheken gemacht. Bereits die nächste Bestellung wurde über einen lokalen Partner bezogen.

Bürgermeister Markus Loth (BfW) lobte in dem Zusammenhang vor allem den Einsatz von Hauptverwaltungsmitarbeiter Stefan Popp. Er würde „ganz akribisch“ prüfen, ob alle Normen erfüllt sind und auch die Handhabung der Tests gut ist. Außerdem habe man versucht, zusammen mit anderen Städten und Gemeinden, die Stückzahl für eine Bestellung bei Roche zu erreichen. Leider sei dies aber letztendlich nicht zustande gekommen.

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