Um Sachlichkeit bemüht

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ROLAND HALMEL, Wessobrunn – Die Entscheidung über die Schule in Wessobrunn rückt immer näher. Bevor der Gemeinderat in dieser Woche über das weitere Vorgehen beschließen wird, gab es eine Bürgerversammlung. Etwa 180 Besucher verfolgten dabei die Ausführungen von Bürgermeister Helmut Dinter und den Mitgliedern des neunköpfigen Arbeitskreises, der sich seit Amtsübernahme im vergangenen Jahr mit dem brisanten Thema befasste. „Rechtlich ist es so, dass nach Aufhebung des Bürgerbegehrens immer noch der Beschluss zur Einhäusigkeit vorhanden ist. Wir haben nur keinen Standort“, beschrieb der Rathauschef den aktuellen Status Quo. Der Arbeitskreis untersuchte nun fünf Möglichkeiten nach Kosten sowie Vor- und Nachteilen. Bei den Kosten erwies sich im Zehnjahreszeitraum betrachtet die Zweihäusigkeit mit rund 870000 Euro als die günstigste Lösung. Die Einhäusigkeit in Forst oder Wessobrunn liegt bei etwa einer Million Euro. Zirka 1,3 Millionen Euro würden für ein Schulverbandmodell zu Buche schlagen. Die teuerste Lösung wäre ein Neubau an der Mehrzweckhalle, der durch die hohen Kreditkosten auf über 2,1 Millionen Euro käme. Zuschüsse wurden bei allen Vorschlägen nicht berücksichtigt. Entwarnung gab es im Anschluss auch bei der Entwicklung der Kinderzahlen. Nachdem die Geburtenzahlen zuletzt stiegen, besteht nur wenig Gefahr, dass die „kritische Masse“, wie es Dr. Dieter Rehn nannte, von 15 Kindern, die für eine Klasse notwendig sind, unterschritten wird. Bei der Vorstellung der Vor- und Nachteile kamen unter anderem die pädagogischen Argumente zur Sprache, die für eine Einhäusigkeit sprechen. Bei der anschließenden Diskussion sprachen sich Schulleiterin Heidemarie Grunert wie auch die Elternbeiratsvorsitzende klar für die Einhäusigkeit aus. Gesprochen wurde auch über mögliche Folgenutzungen, wobei sich der Gemeinderat hier noch nicht festlegte. Die etwa zweistündige Versammlung, ohne hochgehende Emotionen, endete mit einem Appell des Bürgermeisters: „Haben sie Verständnis für die Entscheidung, die der Gemeinderat fällen wird. Ziel ist die bestmöglichste Lösung für die Kinder, die finanzierbar ist und die der richtige Schritt für die Zukunftsentwicklung der Gemeinde ist“, rief er den zahlreichen Anwesenden ins Bewusstsein.

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