Stiftungs-Kuratorium segnet Säulenhalle ab – Keine außerordentliche Bürgerversammlung

"Stoa 169" wird errichtet

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So soll das Kunstprojekt nach seiner Fertigstellung aussehen.

Polling – Die „Stoa 169“ wird definitiv gebaut: Nachdem Künstler Bernd Zimmer schon seit längerem eine Baugenehmigung für die umstrittene Säulenhalle in der Tasche hat (wir berichteten), wurde nun auch im Kuratorium der „Stoa 169 Stiftung“ grünes Licht gegeben.

„Es wird gebaut. Die Entscheidung ist positiv ausgefallen“, bestätigte Zimmer auf Nachfrage. Der aktuelle Zeitplan sieht vor, dass die Grundfläche des 2 500 Quadratmeter großen Bauwerks noch im Herbst dieses Jahres errichtet wird. Im Frühjahr 2020 sollen dann die ersten Säulen aufgestellt werden. Laut Zimmer sind die Vorbereitungen für das rund zehn Millionen Euro teure Projekt „weit gediehen“. Die nicht abebbende Kritik an dem Standort der Säulenhalle nahe der Ammer bei Polling und die fehlende Transparenz bezüglich des hinter verschlossenen Türen abgewickelten Genehmigungsverfahrens versucht Zimmer zu entkräften: „Es war nie gewünscht, jemanden übers Ohr zu hauen.“ In der Kunstwelt sei es allgemein nicht ratsam, mit Projektideen zu frühzeitig an die Öffentlichkeit zu gehen. Es gebe viele Neider in der Szene: „Ich habe dabei überregional gedacht“, so Zimmer über seine zurückhaltende Strategie bezüglich der Öffentlichkeitsarbeit.

Derweil sind in der Gemeinde Polling die Fronten zwischen den Befürwortern des Projektes und den Standortgegnern der „Stoa 169“, den „Freunden der Natur“, weiter verhärtet. Dem von den Kritikern per Unterschriftenliste abgegebenen Antrag auf Einberufung einer außerordentlichen Bürgerversammlung wird Bürgermeisterin Felicitas Betz aus formal- und materiellrechtlichen Gründen nicht nachkommen.

Eine entsprechende Empfehlung hat auch der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung mit 11:3-Stimmen verabschiedet. Allerdings kündigte Betz an, die reguläre und für gewöhnlich im Herbst stattfindende „normale“ Bürgerversammlung vor die Sommerpause vorzuverlegen.

Von Seiten der „Freunde der Natur“ ist man damit jedoch nicht zufrieden: „Sie drehen und wenden sich, um dem Wunsch der Bürger nach rechtsverbindlichen Aussagen nicht nachzukommen“, kritisiert „Freunde der Natur“-Sprecher Florian Seidler.

Von Bernhard Jepsen 

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