Saisonsiege 13 und 14 – Penzings Volleyball-Damen schlagen Mauerstetten und Obergünzburg

Noch am Donnerstag war unklar ob der Dreier-Spieltag in Penzing planmäßig stattfindet oder nicht. Die Grippe geplagten Obergünzburger, deren Spieler-Kader auf fünf Spielerinnen zusammengeschmolzen war, hatte wegen einer Spielverlegung angefragt. Ähnlich die Situation in Aichach, wo aus dem selben Grund bei dem parallel ausgetragenen Spieltag in Nördlingen um Verlegung gebeten wurde. Da es bei den Dreierbegegnungen immer schwer ist die Belange aller beteiligten Teams unter einen Hut zu bringen, beziehungsweise manche Mannschaft leichte Punkte gegen einen angeschlagenen Gegner wittert, kam für Obergünzburg vom Lokalrivalen Mauerstetten und bei Aichach ebenfalls vom Lokalrivalen Aindling das Nein zur Spielverlegung. Penzing aber blieb im Rhythmus und gewann gegen Mauerstetten und Obergünzburg – der 13. und 14. Saisonsieg.

Nicht nur gesundheitlich angeschnupft, gab Obergünzburg mit einem reduzierten Kader von nur sieben Spielerinnen auf dem Spielfeld dem SV Mauerstetten eine kurze und knackige Antwort. In nur acht Minuten holten sie sich mit 25:10 den ersten Satzgewinn, mussten im zweiten mit 26:24 mehr kämpfen, ehe sie den dritten Satz wieder deutlich mit 25:12 für sich entschieden. Damit platzte Mauerstettens Hoffnung, die im Hinspiel Obergünzburg immerhin noch einen Tiebreak abringen konnten, auf zwei wichtige Punkte zum Klassenerhalt, zumal Nördlingen als direkter Konkurrent des Relegationsplatzes sich mit 3:2 über Aindling hinweg setzen konnte. Auch Penzing, die im Kampf um die Meisterschaft keine Gastgeschenke zu vergeben hatten, bewiesen mit einer beeindruckenden Teamleistung, dass der Bezirksligaauftritt von Mauerstetten wohl noch eine Saison zu früh ist. Die Spielanlagen des jungen Teams zeigen eine klare Handschrift – doch noch können sie nicht genügend Druck erzeugen oder scheitern an einer hohen Eigenfehlerquote. Mit 25:17, 25:12 und 25:17 holte sich Penzing noch einen Tick deutlicher als im Hinspiel vor zwei Wochen seinen dreizehnten Saisonsieg. Während gut 30 Zuschauer die erste Partie des Tages zwischen den beiden Allgäuteams verfolgten, füllte sich die Halle zusehends, bis schließlich etwas über 80 Zuschauer den Spielfeldrand zum Anpfiff zwischen Penzing und Obergünzburg säumten. Ein geschlossenes Team Sie erlebten einen mannschaftlich geschlossenen Gastgeber, der gegen das Team um Walter Borst noch mal den Druck forcierte und mit 25:18, 25:13 und 26:24 seine Option auf die diesjährige Meisterschaft in der Schwabenliga weiterhin offen hält. Obwohl Obergünzburg mit seinen Sprungaufschlägen und schnellen Spielaufbau zu punkten versuchte, ließ sich der Tabellenführer dadurch nicht beeindrucken. Im letzten Satz fürchtete mancher Zuschauer um einen Satzverlust als die Allgäuer nach einem 16:9 Rückstand nochmals zum 24:24 herankamen, aber weder Coach Jürgen Malter noch sein Team hatten Bedenken diesen Satz abzugeben. Romana Kohlhund, die an diesem Spieltag gut und schnell auf dem Spielfeld unterwegs war und von ihrer Hintermannschaft, insbesondere von Andi Epp mit sehr guten ersten Bälle versorgt wurde und diese mit ihrem variablen Zuspiel geschickt an ihre Angreifer verteilte, sorgte mit ihren letzten beiden Aufschlägen dann auch für Sieg Nummer vierzehn. Freude aufs Saisonfinale „Das Team hatte heute seinen Rhythmus gefunden, alle waren im gleichen Tempo und meisterten schwierige Situation perfekt, es war einfach schön anzuschauen“, meinte Jürgen Malter und freut sich bereits auf das Saisonfinale in Nördlingen am 7.März, wenn man auf Marktoffingen trifft. Bis dahin ist Penzing nur noch Zuschauer, wenn Verfolger Marktoffingen kommende Woche gegen Hochzoll und Germering antritt und am 28. Februar Nördlingen und Mauerstetten auf dem Spielplan stehen hat. Ganz aus dem Spielrhythmus wird Penzing allerdings nicht kommen, Vorbereitungsspiele und vor Allem das Finalturnier des Kreispokales im heimischen oberbayerischen Bezirk sorgen dafür, dass man im Tritt bleibt.

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