Sanierung beginnt – Landkreis bezuschusst Radom-Projekt

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ELISABETH WÄSPI; Landkreis – 2,9 Mio. Euro schwer ist laut Radom Raisting GmbH das Sanierungsprojekt, das über zwei Jahre angelegt ist. Im ersten Bauabschnitt werden die Erneuerung der Schleusen und Türen, der Haustechnik und Energieversorgung sowie der Austausch der Traglufthülle in Angriff genommen. Letzteres ist für Anfang August angepeilt. Im zweiten Bauabschnitt 2011 ist die bauliche Sanierung vorgesehen. „Der Bauantrag ist schon eingereicht, auf die Genehmigung müssen wir noch warten wie auch auf die Prüfstatistik“, verkündete Heinz-Günther Hetterich, Geschäftsführer der Radom Raisting GmbH. Ein Auftrag ist bereits vergeben, nämlich der, ein effizientes Energieversorgungskonzept zu erarbeiten. Beraten wurde über eine Versorgung mit Erdgas, Biomasse oder über eine Grundwasserwärmeversorgung. „Wir haben uns aber dazu entschieden, die bisherige Versorgung über Fernwärme der Firma ECM beizubehalten. Allerdings muss hier dann einiges modernisiert werden“, ließ Hetterich verlauten. Der Geschäftsführer erläuterte den Vorteil, dass über die Fernwärme keine Fußbodenheizung nötig sei. „Da sparen wir rund 150000 Euro.“ Allerdings belaufen sich die momentanen Wärmekosten auf etwa 70000 Euro, da etwa 50000 m3 Luft erwärmt werden müssen, um die Kuppel bei Bedarf abzutauen. „Da müssen wir uns noch mit ECM zusammen setzen und das System optimieren“, kündigte Hetterich an. Mit 200000 Euro schlägt auch das Ausstellungskonzept zu Buche. Zusammen mit dem Förderverein Radom Raisting plant Anita Kuisle die Umlagerung der Exponate und ein zukünftiges Ausstellungskonzept mit verschiedenen Themeninseln. Viele kleinere und größere Baustellen, die finanzieller Unterstützung bedürfen, denn alleine der Austausch der Traghülle kostet 500000 Euro. Neben Eigenmitteln der GmbH und Förderungen seitens der Landesstelle für nichtstaatliche Museen, des Entschädigungsfonds oder des Freistaates beteiligt sich nun auch der Landkreis. 200000 Euro werden fließen, beschloss der Kreisausschuss vor kurzem im Sinne des Landrates Dr. Friedrich Zeller: „Als Landkreis sind wir für das Gebäude verantwortlich, nicht aber für das Museum.“ Ungeteilte Einigkeit herrschte aber nicht. So prangerte Hans Geisenberger (Unabhängige/ ödp) zwar nicht den Antrag auf finanzielle Förderung an, wohl aber den Umstand, dass der Kreiskämmerer Hetterich halbtags für die Radom Raisting GmbH arbeitet für die Haushaltsführung. „Warum ist die Anlage denn nicht öffentlich? Das ist Personal des Landkreises, nicht der GmbH. Die Gewichtung ist da völlig falsch“, monierte er. Zeller hingegen beschwichtigte, dass dies nur ein vorübergehender Zustand sei wegen der momentan angespannten Haushaltslage.

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