Stadt und Förderverein informieren zum Sanierungsstand

Stadtmuseum Weilheim: Neues schaffen und Altes bewahren

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Sie nahmen am Pressegespräch anlässlich der Sanierung des Stadtmuseums Weilheim teil, v.li.: Bürgermeister Markus Loth; Stadtbaumeisterin Andrea Roppelt; Christian Hörter, zweiter Vorsitzender des Fördervereins; Katrin Fischer, Staatliches Bauamt; Ragnhild Thieler, erste Vorsitzende des Fördervereins und Dr. Tobias Güthner, Museumsleiter.

Weilheim – Die Sanierung des Weilheimer Stadtmuseums ist schon lange Thema in der Kreisstadt.

Momentan laufen das Wettbewerbsverfahren für Architekturbüros und die Schadstoffuntersuchung. Diesen Zeitpunkt nutzten Bürgermeister Markus Loth, Museumsleiter Dr. Tobias Güthner sowie Vertreter des Staatlichen Bauamts und des Fördervereins des Museums, um einen Zwischenbericht zu geben.

Der Umbau beschäftige ihn schon während seiner gesamten Amtszeit als Bürgermeister, so Loth. Über die Jahre habe es immer wieder verschiedene Ideen gegeben, allerdings wäre bei genauerer Betrachtung deutlich geworden, dass diese nicht an die Substanz gehen. Ein „riesen Dorn im Auge“ seien ihm die öffentlichen Toi-

letten gewesen, die momentan noch an der Rückseite des Museums untergebracht sind. Das soll sich aber ändern. Ganz in der Nähe sei ein neuer Standort für sie gefunden worden. Wo genau wollte das Stadtoberhaupt noch nicht verraten.

Ragnhild Thieler, erste Vorsitzende des Fördervereins und Kulturreferentin der Stadt, wurde von Loth für ihr Engagement gelobt. Sie habe sich das Thema „ganz dick auf die Backe“ geschrieben. Ihr Ziel sei es nicht das Museum umzugestalten, aber es müsse auf einen Stand gebracht werden, auf dem es mit den anderen Museen mithalten könne, erklärte Thieler. Die Kulturreferentin möchte den „Charme des Museums“ erhalten, aber auch für zeitgenössische Kunst Platz schaffen. Zum jetzigen Planungszeitpunkt gehe es darum, auch „unsere“ Wünsche und Anliegen an die Architekten weiterzugeben.

Der Förderverein hat daher einige Aktionen geplant, um die Bevölkerung „mitzunehmen“. Zum Beispiel befindet sich eine Homepage in der Entwicklung. Diese soll Anfang nächsten Jahres online gehen. Auf ihr können sich die Bürger der Stadt dann unter anderem über den Stand der Arbeiten informiert und angeben, was sie gerne über Weilheims Geschichte erfahren würden, sagte Güthner. Interessiert ist der Museumsleiter auch an Erinnerungen materieller Art. Aus der modernen Zeit würde das Museum „so gut wie gar nichts“ besitzen.

Dass die Sanierungsarbeiten ziemlich umfangreich ausfallen werden ist allen bewusst. Loth nannte unter anderem die Heizung, Fenster und das Dach als Angriffspunkte. Die Liegenschaft der Stadt sei in die Jahre gekommen, sagte Thieler, jetzt „kleiner“ zu sanieren würde „gar keinen Sinn“ machen. Zudem soll die Barrierefreiheit angegangen werden. Dazu wird einerseits ein Aufzug eingebaut aber beispielsweise auch auf Menschen eingegangen, die schlecht oder gar nicht sehen können. Güthner hofft außerdem auf einen eigenen Raum für die Museumspädagogik, die momentan nur eingeschränkt stattfinden kann. Des Weiteren soll an ausgewählten Stellen über die umfangreiche Geschichte des Hauses informiert werden.

Eine Ausstellung der eingereichten Arbeiten der Architekturbüros im Stadtmuseum ist für Dezember oder Januar vorgesehen. Danach folgen Punkte wie die Verhandlungsverfahren mit den Preisträgern, die Baugenehmigung und die Ausschreibungen der Arbeiten. Starten könnten die Bauarbeiten im Frühjahr 2021. Ausstellungen sind im Museum noch bis zur Mitte des nächsten Jahres geplant.

Von Sofia Wiethaler

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