Schulcontainer wird Flüchtlingsunterkunft

Per Sattelschlepper nach München

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Anfang dieser Woche begann der Abtransport der 39 Container-Module.

Peißenberg – Im Dezember 2012 wurden sie an der Pestalozzistraße neben dem Eisstadion als provisorisches Ausweichquartier während der Generalsanierungsarbeiten an der Josef-Zerhoch-Mittelschule aufgestellt, unter der Woche wurden die 39 Container-Module nun mit schweren Sattelschleppern über die enge Südendstraße abtransportiert – und zwar nach München in den Stadtteil Ramersdorf-Perlach.

Dort werden die ehemaligen Schulcontainer künftig an der Ecke Aschauer Straße/Ständlerstraße als Wohnunterkunft für rund 300 Flüchtlinge genutzt. Dabei sah es lange Zeit so aus, als ob sich die rund 1,6 Millionen Euro teuren Module – inklusive Aufbau – für die Marktgemeinde zum Ladenhüter entwickeln würden. Die Interessenten für die Container standen nicht gerade Schlange. Der Weiterverkauf gestaltete sich schwierig. Auch der Landkreis, der am Weilheimer Gymnasium aufwändige Sanierungsarbeiten plant, winkte ab. Die Kosten für die Standortverlagerung der Container, so hieß es von der Kreisbehörde, seien schlichtweg zu hoch.

Geholfen haben dürfte der Marktgemeinde bei ihren Verkaufsbemühungen letztlich aber der allgemein wachsende Flüchtlingsstrom und der daraus resultierende Bedarf nach geeigneten Unterkünften. Vor ein paar Wochen jedenfalls meldete sich das Sozialreferat der Landeshauptstadt München im Peißenberger Rathaus – und man wurde sich schnell handelseinig. Über die finanziellen Modalitäten des Verkaufsdeals vereinbarten die Vertragsparteien zwar Stillschweigen, im Peißenberger Rathaus spricht man aber von einem für beide Seiten „akzeptablen Preis“ und von einem „absolut stabilen Geschäft“.

Bernhard Jepsen

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