Größtes Schadensereignis in Weilheim: Staatsanwaltschaft schaltet Gutachter ein

Spur der Verwüstung gezogen

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Aufgrund von Orkanschäden musste der Betrieb der Werdenfelsbahn einstellen werden. Bei Huglfing (Foto) stürzten Bäume auf die Gleise und beschädigten die Oberleitung.

Region – Ein Orkan, großes Chaos. „Niklas“ sorgte vielerorts für Schäden und Behinderungen.

Umgeknickte oder gestürzte Bäume prägten das Bild und verletzten Menschen zum Teil schwer. Die Feuerwehren befanden sich mit der Polizei und weiteren Rettungsdiensten im Dauereinsatz, um die Sturmschäden zu beheben. Die Bahn musste den Betrieb der Werdenfelsbahn einstellen. Bäume blockierten die Strecke, wie bei Huglfing, Oberleitungen wurden beschädigt. Auch am Tag nach dem Sturm war der Zugverkehr im Werdenfels nicht möglich, so die Bahn. Für einen Zug war am Dienstag in Uffing Endstation, wo er über Nacht eingeschneit wurde.

Spur der Verwüstung gezogen

In Weilheim musste die Pütrichstraße wegen des heruntergefallenen Dachs des „Biomichl“ gesperrt werden. Das Dach fiel auf die Bundesstraße und den gegenüber liegenden Parkplatz des Landratsamtes und begrub 22 geparkte Fahrzeuge unter sich. Allein der Fahrzeugschaden wird auf 300 000 Euro geschätzt. Die Kosten für Dachentsorgung und Neuaufbau belaufen sich laut Polizeiinspektion Weilheim auf zirka 100 000 Euro. Die Staatsanwaltschaft hat ein Gutachten in Auftrag gegeben, um zu klären, ob eventuell Baumängel bei der Dachfertigung für das Unglück mitursächlich waren. Das Gebäude wurde erst vor Kurzem fertiggestellt. Die Bundesstraße blieb bis in den Abend gesperrt. Passanten oder Verkehrsteilnehmer, die sich zum Zeitpunkt des Schadensereignisses gegen 13 Uhr im Umfeld des „Biomichl“ aufgehalten haben, werden gebeten, sich unter Tel. 0881/6400 mit der Polizei in Verbindung zu setzen. Unabhängig davon, ob sie selbst zu Schaden kamen oder einem solchen knapp entgangen sind.

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