Ein Schlüssel, der Türen öffnet – 83 Nachwuchs-Landwirte erhalten Zeugnisse

Freigesprochen: Die Nachwuchs-Landwirte aus dem Kreis Weilheim-Schongau haben ihr Zeugnis in der Tasche. Klaus Klupak (Mitte. li.) vom AELF Weilheim sowie (v.re.) der stellvertretende Prüfungsausschussvorsitzende Anton Wiesböck und Ausbildungsberaterin Ulrike Promberger gratulierten. Foto: ola

83 junge Leute aus dem ganzen Oberland haben jetzt eine wichtige Wegmarke in ihrem Berufsleben erreicht. Sie haben die Ausbildung zum Landwirt erfolgreich abgeschlossen. Auf der Kreut-Alm ging kürzlich die traditionelle Freisprechungsfeier über die Bühne.

Bei der schriftlichen Prüfung waren Kenntnisse in den Bereichen Tier- und Pflanzenproduktion sowie Wirtschafts- und Sozialkunde vorzuweisen. Im praktischen Teil ging es hingegen zum Beispiel darum, die Futterration für eine Milchkuhherde zu ermitteln, eine Jungkuh für eine Ausstellung herzurichten oder auch eine Fichte sachgerecht zu fällen. Der Gesamtdurchschnitt lag diesmal bei 2,98. Eine Eins vor dem Komma hatten 13 Absolventen. „Sie haben allen Grund, stolz auf das Erreichte zu sein“, rief der Garmischer Landrat Harald Kühn (CSU) den Nachwuchs-Landwirten zu. Allerdings sei dieser Abschluss keine Lebensversicherung, „man kann sich nicht zurücklehnen.“ Die Ausbildung sei jedoch „ein Schlüssel, der viele Türen öffnen wird“. Auch andere Redner empfahlen den Absolventen, sich fortzubilden, etwa der Prüfungs- ausschussvorsitzende Martin Hölzl. „Wenn ich vor 25 Jahren gesagt hätte, ich will nicht mehr weiterlernen, wäre ich wahrscheinlich auf der Strecke geblieben. Wir müssen ständig schauen, dass wir uns fortbilden. Es geht nicht anders.“ Klaus Klupak, Bereichsleiter Landwirtschaft am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Weilheim, wies darauf hin, wie wichtig ein gutes Verhältnis der Generationen auf dem Hof sei. „Je harmonischer, desto besser läuft der Betrieb.“ Den Eltern riet Klupak, dem Nachwuchs Freiräume zu geben und Verantwortung zu übertragen. Den Absolventen wiederum empfahl er, mit den Eltern Geduld zu haben „und nicht alles von heute auf morgen umkrempeln zu wollen“. Weiterer Rat aus Klupaks Munde: „Treffen Sie wichtige Entscheidungen gemeinsam.“ 19 der 83 Absolventen stammten aus dem Landkreis Weilheim-Schongau. Die beste Note im AELF-Gebiet (Kreise Weilheim-Schongau, Garmisch-Partenkirchen, Starnberg) erzielte Cäcilie Jost aus Frieding (1,24). Zweitbeste war Theresa Singer (Hofheim; 1,29), Drittbester Sebastian Berghaus-Schmidt (1,54) von Gut Gossenhofen bei Weilheim.

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