Schluss nach 20 Jahren – Hotel "Vollmann" zieht sich von Französischer Woche zurück

Seit Beginn der Französischen Woche im Jahr 1988 verwöhnte das „Hotel Vollmann“ die Besucher seines Standes auf dem Marienplatz mit kulinarischen Gaumenfreuden. Nach 20 Jahren ist Schluss, Familie Vollmann gibt ihren Stand auf. Die Veranstalter der Festwoche dankten der Familie bei einem Umtrunk.

„Im vergangenen Jahr rollten wir die Fässer von unserem Hotel durch die verwinkelte Altstadt zum Marienplatz“, sagte Hans Vollmann jun. Der Aufwand sei einfach zu groß. Hinzu komme, dass im Hotel nicht genügend Platz sei, um das Bier kühl zu lagern, ergänzte er. Obwohl die acht Wirte auf der Französischen Woche Köstlichkeiten aus Frankreich anbieten sollen, muss auch das Verlangen nach dem Gerstensaft gestillt werden. „Es gibt auch Festbesucher, die wollen Bier. Vor allem die Gäste aus Frankreich wollen ein gutes bayerisches Bier trinken“, wusste Arthur Wilm, für die französische Woche zuständiges Mitglied im Gewerbeverband. Weil die Vollmanns als einzige Standlbetreiber Bier angeboten haben, gibt es heuer zwei Wirte, die Bier ausschenken. Womit die Nachfolger der Vollmanns, Rosamaria und Kurt Wittlinger vom Bistro „Zur alten Schmiede“, bei ihrem Debut aufwarten, wissen sie noch nicht. „Das sprechen wir noch mit den anderen Wirten ab“, sagte Kurt Wittlinger. Die Abstimmung, so Wilm, sei notwendig, um den Besuchern der Französischen Woche ein abwechslungsreiches Angebot an Schmankerln bieten zu können. Doch bevor die Eheleute Wittlinger ihren Stand auf der Französischen Woche aufstellen können, mussten sie einige wichtige Kriterien des Gewerbeverbandes erfüllen. Zum einen muss das Angebot stimmen. „Ein Leberkäs-Stand passt hier nicht hin“, machte Wilm deutlich. Zum anderen müsse der teilnehmende Wirt aus Weilheim sein. Allein das schließe schon den Kreis der Kandidaten ein. Der Aufwand und die Kosten würden ihr übriges tun. Passend zum Fest mit Weilheims französischer Partnerstadt Narbonne bedankte sich der Gewerbeverband bei Hans Vollmann sen., Yvonne und Hans Vollmann jun. mit einem Weinpräsent. Zudem gab es für die drei eine Mütze, die für die Französische Woche lobt. Laut Wilm ein Unikat. Hans Vollmann jun. sah in seinem Ausscheiden auch einen Vorteil: Während seine Kollegen in den Ständen arbeiten, könne er „heuer zur Festwoche gehen. Ich sitz’ mit meiner Mütze auf der Bierbank“, sagte er und scherzte. Seinem Nachfolger wünschte er, dass es diesem „auch so gut gefällt und er auch so lange dabei ist“. Die 21. Fanzösische Woche geht heuer vom 23. bis 26 Juli.

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