Ferienwerkstatt im Bildungszentrum gut besucht

Schrauben statt chillen

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Berufsorientierung im Feinwerkmechanikerhandwerk. Das Bild zeigt Ausbildungsmeister Benno Dellinger mit zwei Schülern der Berufsorientierung.

Weilheim – Wieder einmal durfte das Bildungszentrum Weilheim im Vergleich zum Vorjahr seine Plätze aufstocken, um den Andrang zur Ferien-Werkstatt abzudecken. Dies machte man sehr gerne, um 28 Schülerinnen und Schüler aus den Landkreisen Weilheim-Schongau und Garmisch- Partenkirchen eine Woche Ferien-Werkstatt im Bildungszentrum Weilheim zur handwerklichen Berufsorientierung anzubieten.

Bereits in der Einführungsveranstaltung, in der die Schüler durch den stellvertretenden Leiter des Bildungszentrums, Stefan Biesenberger, einen Überblick über die Aufgaben der Handwerkskammer für München und Oberbayern sowie Informationen über die Berufe im Handwerk erhielten, merkte man das „Kribbeln“ bei den Schülern. Die Jugendlichen konnten es gar nicht mehr erwarten, bis sie in den Werkstätten des Bildungszentrums praktisch arbeiten durften. Inzwischen war es bereits die siebte Ferien-Werkstatt, in der sich Schüler aus Mittel- und Realschule sowie Gymnasium in den Sommerferien innerhalb von fünf Tagen über fünf Handwerksberufe informierten. 

Ob als Maler, Elektroniker, Maurer/Zimmerer, Kfz-Mechatroniker oder als Feinwerkmechaniker: Für die meisten Teilnehmer der Ferien-Werkstatt war es das Betreten von Neuland. Durch den sehr hohen Praxisanteil in der Ferien-Werkstatt waren Spaß und Spannung aber nie zu knapp. Aufgrund der zahlreichen Werkstätten im Bildungszentrum Weilheim konnten die Teilnehmer viel Wissenswertes über die einzelnen Berufe erfahren und durch praktische Arbeiten ausprobieren, ob der Beruf zu einem passen könnte. So wurden in den Werkstätten elektronische Schaltungen gelötet, ein Gartengrill gemauert, an Kraftfahrzeugen geschraubt, das fachmännische Umgehen mit Farbe und Pinsel näher gebracht und an Drehmaschinen Metallwerkstücke gefertigt. Die erfahrenen Ausbilder zeigten die ganze Breite ihres Handwerksberufes, in denen handwerkliches Geschick und Kreativität, aber auch die Nähe zu neuen Medien, wie Computer und Messsystemen, wichtig sind. 

Jeder Teilnehmer erhielt am Ende ein Zertifikat über seine erbrachten Leistungen in den Werkstätten. Die Bildungszentren der Handwerkskammer für München und Oberbayern möchten innerhalb dieses Projekts Schüler bei der Berufsorientierung unterstützen und zukünftige Ausbildungsabbrüche vermeiden. Seit 2008 beteiligten sich fast 1 700 Schüler im Bildungszentrum Weilheim an Projekten zur Berufsorientierung. Die Ferien-Werkstatt 2015 ist bereits geplant. Interessierte Schüler/innen können sich bereits jetzt unter www.hwk-muenchen.de/weilheim anmelden. Nähere Informationen gibt es auch im Bildungszentrum Weilheim bei Anna Straub oder Stefan Biesenberger unter Tel. 0881/9333-0.

Von Kreisbote Weilheim

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