Lotsen der Realschule Weilheim beteiligen sich an Aktion "Geh weida, steig ab!"

Schüler zeigen Engagement

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Bei der Übergabe eines Flyers: Die Mitglieder der Projektgruppe mit hinten v. li. Karin Fritsch, Schülerlotsenkoordinatorin Realschule Weilheim; Georg Off, erster Vorsitzender Verkehrswacht; Guido Grosam, Geschäftsführer Verkehrswacht und Andreas Wunder, Ordnungsamtsleiter.

Weilheim – Frau oder Mann, alt oder jung – jeder braucht ab und zu jemanden, der einen an das richtige Verhalten im Straßenverkehr erinnert.

So ist es auch in Weilheim. Hier vergisst der ein oder andere Fahrradfahrer nur ach zu gern, dass beispielsweise das Radfahren in der Fußgängerzone tagsüber nicht erlaubt ist. Um die Verkehrsteilnehmer daran zu erinnern, dass aufeinander geachtet werden muss, startete die Stadt die Initiative „Geh weida, steig ab!“ (wir berichteten). Auf Anstoß der Kreisverkehrswacht Weilheim-Schongau e.V. beteiligen sich seit Beginn des Jahres auch neun Schülerlotsen der Realschule Weilheim. Diese engagieren sich nicht nur als Lotsen, sondern verbringen auch jeweils zwei Stunden wöchentlich damit, Fahrradfahrer in der Fußgängerzone und auf Gehwegen in der Innenstadt anzusprechen. Diejenigen, die sich nicht richtig verhalten, werden von den Schülern darauf hingewiesen und bekommen einen Flyer der Initiative „Geh weida, steig ab!“ Zuvor wurden die Neunt- und Zehntklässler von der Polizei unterrichtet und psychologisch eingewiesen. Die Projektgruppe trifft sich einmal im Monat mit Vertretern der Stadt, Kreisverkehrswacht und Polizei, um sich zu besprechen. Etwa die Hälfte der Projektzeit ist vorbei, das Ende ist für Ende Juni vorgesehen. Daher wurde zum Pressegespräch geladen, bei dem Projektgruppenmitglied Thomas die Auswertung seiner eigens entwickelten App vorstellte. In der App für Android Handys sind alle wichtigen Nummern der Projektpartner abgespeichert, außerdem kann sie mit Daten gefüttert werden, zum Beispiel wie viele Menschen ihr Rad heute geschoben haben, woraufhin sie eine Statistik erstellt. Diese zeigt, dass im zweiten Segment des Projekts mehr Leute ihr Rad geschoben haben, beziehungsweise es nach dem Hinweis der Schüler geschoben haben. Allerdings gibt es auch Radler, die mit Unverständnis oder sogar aggressiv reagieren, wie die Schülerlotsen erzählten. Grundsätzlich würden sich ältere Menschen weniger sagen lassen als junge.

Ordnungsamtsleiter Andreas Wunder dankte den Schülern für ihr Engagement, er sei „wahnsinnig stolz“ auf die Mitwirkenden. Die Verkehrswacht hat sogar vor, sich mit diesem Projekt für den „mobil und sicher-Preis“ der Verbandszeitung der Deutschen Verkehrswacht „mobil und sicher“ zu bewerben, wie Georg Off, erster Vorstand der Kreisverkehrswacht Weilheim-Schongau, berichtete. Bisher haben die Schüler circa 115 Stunden geleistet, Off hofft, dass nochmal so viele geschafft werden. Des Weiteren machte Off deutlich: „Die Verkehrswacht ist natürlich für das Fahrradfahren, aber die Radfahrer sollen sich richtig verhalten, damit schwächere Verkehrsteilnehmer nicht gefährdet werden.“

Von Sofia Wiethaler

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