Schützenswerte Moore – Klimabilanz durch Renaturierung verbessern

Die Renaturierung der Moore könnte den CO2-Ausstoß erheblich senken. Foto: Privat

Anlässlich des Weltumwelttags hat sich Regierungspräsident Christoph Hillenbrand bei einer Informationswanderung im Schechenfilz über die Erfolge und Perspektiven des „Klimaprogramm Bayern 2020 – Teil Moore“ vor Ort informiert.

Am Beispiel des Schechenfilzes im Naturschutzgebiet Osterseen wurde aufgezeigt, wie Fördermittel sinnvoll eingesetzt werden können. Moore bedecken nur drei Prozent der Landoberfläche, in ihnen sind jedoch 30 Prozent des Bodenkohlenstoffs gespeichert. In natürlichem Zustand sind sie weitgehend klimaneutral. Werden sie jedoch entwässert, gelangt Sauerstoff an den zuvor wasserdurchtränkten Torf, der sich daraufhin zersetzt. Dabei werden nach und nach große Mengen an Kohlendioxid und Lachgas freigesetzt, teilt die Regierung von Oberbayern mit. Die Entwässerung der Moore ist für acht Prozent aller klimarelevanten Emissionen in Bayern verantwortlich und trägt entscheidend zum Treibhauseffekt bei. Durch die Wiedervernässung wird die Zersetzung des Torfs gestoppt und die Freisetzung der „Treibhausgase“ reduziert. Bei der Renaturierung von einem Hektar Hochmoor kann beispielsweise der jährliche CO2-Ausstoß von etwa fünf Mittelklasse-Autos kompensiert werden. Allein mit der Renaturierung seiner Moore könnte Bayern die selbst gesetzten Klimaschutzziele also weit übertreffen.

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