Ein Schulsystem ohne Sackgasse

Wie vielfältig die duale Ausbildung in Schule und Betrieb ist, macht eine Ausstellung im Landratsamt II an der Stainhartstraße 7, in Weilheim deutlich. Bis zum 3. April präsentieren sich dort im Foyer die Weilheimer und Schongauer Berufsschulen; als nächstes kommen die vier Realschulen dran.

Die stolze Summe von 7,75 Millionen Euro hat der Landkreis Weilheim-Schongau in den vergangenen fünf Jahren für Investitionen und den laufenden Betrieb der beiden Berufsschulen ausgegeben. „Unser Landkreis ist Sachauf- wandsträger für 17 weiterführende und berufsbildende Schulen sowie Sonderpädagogische Förderzentren“, wusste Landrat Dr. Friedrich Zeller bei der Ausstellungseröffnung zu berichten und hatte gleich noch Lob parat: „Was die beruflichen Schulen im Landkreis leisten, da steckt viel Dynamik drin.“ Lob gab es auch für Jakob Waas und Martin Krojer, beide unterrichten an der Weilheimer Berufsschule, für deren exzellente Vorbereitung dieser Ausstellung. Gemessen an der Schülerzahl ist die Berufsschule in Weilheim mit 1893 „Schützlingen“ die größte Schule im Landkreis. In der Schongauer Berufsschule werden aktuell 1272 Schüler unterrichtet, viele davon kommen aus benachbarten Landkreisen. Noch während der Amtszeit von Zellers Vorgänger Luitpold Braun sind in den beiden Berufsschulen Kompetenzzentren gebildet worden. Während die Schwerpunkte in Weilheim auf Metalltechnik, Kraftfahrzeugmechatronik, Holz-/Bauberufe, Farben und Agrarwirtschaft ausgerichtet sind, werden in der Schongauer Einrichtung Wirtschaft/Verwaltung und Elektrotechnik unterrichtet. Diese Spezialisierung habe sich gut bewährt, stellte Zeller fest. Als „durchlässiges Schulsystem ohne Sackgasse“ beschrieben die beiden Berufsschulleiter Dr. Burkhard Küster (Weilheim) und Johann Klucker (Schongau) ihre Bildungsstätten, die sich von einer Fortbildungs- zur Berufsschule entwickelt haben. „Circa 70 Prozent eines Schülerjahrganges tauchen über kurz oder lang bei uns auf“, umriss Küster deren Bedeutung. Ein Rundgang durch die Ausstellung ist informativ: Zeittafeln geben einen Überblick, Beispiele verdeutlichen die enge Verzahnung von Schule und Betrieb und Werkstücke – wie ein funktionstüchtiges Liegerad – lassen auf die akribische Arbeit in den einzelnen Werkstätten schließen.

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