Schulweghelfer gesucht, um Sicherheit von Schulkindern zu gewährleisten

Amt hat Signalwirkung

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Eine Schulweghelferin bringt in Murnau die Schulkinder sicher über die Straße.

Murnau – Gegen 7.25 Uhr stehen sie in den frühen Morgenstunden mit leuchtender Warnweste und Kelle bereit, um viele Kinder auf ihrem Weg in die Schule sicher über die Straßen zu bringen: Die Schulweghelfer. Vor allem in Murnau gibt es noch zu wenig Ehrenamtliche, die sich mit diesem wichtigen Amt für die Sicherheit der Kinder im Straßenverkehr einsetzen.

In der Emanuel-von-Seidl- Grundschule in Murnau hängen Plakate mit der großen Aufschrift „Schulweghelfer gesucht! Bitte mach mit!!!“ Schon vergangenen Juli hat die Gebietsverkehrswacht Murnau im Rahmen eines Elternabends über den Engpass an SchulweghelferInnen informiert. Für die zwei Grundschulen in Murnau sind aktuell 48 freiwillige Helfer an fünf verschiedenen Übergängen im Einsatz.

Laut dem Vorsitzenden der Gebietsverkehrswacht Murnau und ehemaligen Schulleiter der Emanuel-von-Seidl-Schule, Friedrich Ohrnberger, sei die James Loeb-Grundschule mit ihren 30 Helfern relativ gut ausgestattet, um die Sicherheit der Kinder auf den Straßen zu gewährleisten. Das Problem sei aber vor allem der Übergang an der Kreuzung Mühlstraße/B2 am Burggraben in Richtung Garmisch-Partenkirchen auf den Weg zur Emanuel-von-Seidl-Schule, erklärte Ohrnberger im Gespräch mit dem Kreisboten. „Hier münden fünf Straßen direkt in die Kreuzung.“

Zudem „fahren die Autos auf der Umgehungsstraße oftmals schneller als erlaubt“, berichtete Martina Kempinger von der Gebietsverkehrswacht Murnau. Sie selbst war im Ort knapp acht Jahre als Schulweghelferin unterwegs. Jetzt kümmert sie sich vor allem um die Organisation und wirbt um mehr Engagement. Der Übergang am Burggraben sei zudem nicht gerade in Schulnähe, wodurch vielen Eltern der direkte Bezug fehlt, sich zu engagieren. Sechs Schulweghelfer sind momentan an der Kreuzung im Einsatz. „Ideal wären etwa zehn Schulweghelfer pro Übergang“, so Ohrnberger.

Dabei ist der Aufwand gar nicht groß. Etwa ein bis zwei Mal im Monat, jeweils von 7.30 bis 8 Uhr, ist ein Schulweghelfer im Einsatz. Kempinger fügte hinzu: „Je mehr zusammen helfen, desto sichererer sind die Kinder und desto weniger oft kommt man dran.“

Dieser Dienst ist von großer Bedeutung für die Schulwegsicherheit. Die Helfer haben eine „ungeheure Signalwirkung auf die anderen Verkehrsteilnehmer“, erklärte Ohrnberger. „Die Autofahrer registrieren dann, hier sind Kinder, die meine Rücksicht brauchen.“ Als Schulweghelfer hat man die Aufgabe, die Kinder zu sammeln und vorbildlich nach genauer Beachtung der Verkehrslage bei Grün über die Straße zu führen.

Erwachsene, die sich für den morgendlichen Dienst zur Verfügung stellen möchten, können sich bei Martina Kempinger unter Tel. 08841/623386, bei Friedrich Ohrnberger unter Tel. 08847/501 oder auch im Sekretariat der Emanuel-von-Seidl-Grundschule unter Tel. 08841/9111 melden.

Die Polizeiinspektion Murnau gibt im Rahmen von Schulungen genaue Einweisungen. Die Schulweghelfer sind während ihres Einsatzes bei der Gemeinde Murnau versichert.

Von Maria Lindner

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