Drei Menschen bei Zusammenprall gestorben – 21-Jährige noch in Lebensgefahr

Trauer um Unfallopfer

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Sieben Stunden war die B2 nach dem Unfall gesperrt. 

Pähl – Unzählige Kerzen stehen am Straßenrand der B2 bei Pähl. „Trauer“ steht groß auf einer Karte, an einem Holzkreuz kleben zwei Bilder von jungen Frauen. Freunde und Verwandte haben Blumen an die Stelle gelegt, an der am Freitagabend zwei Weilheimerinnen und ein Mann aus Pähl starben.

Der 49-jähriger Pähler geriet mit seinem Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn. Warum ist bisher noch unklar. Gegen 19.35 Uhr war er von Weilheim in Richtung Starnberg unterwegs. Kurz nach der Abzweigung nach Tutzing, ein Stück vor der Tankstelle, kam er von seiner Spur ab und prallte frontal mit dem entgegenkommenden Auto zusammen. 

Darin saßen drei 21-jährige Frauen, die auf dem Heimweg von München waren. Die jungen Frauen wurden auf das Bankett der Gegenfahrbahn geschleudert. Die Wucht war so groß, dass sich das Auto des 49-Jährigen mehrfach überschlug. Die Motoren beider Autos wurden aus der Verankerung gerissen und landeten in angrenzenden Wiesen. Fahrzeugtrümmer lagen auf der ganzen Straße verstreut. 

Der Mann und die junge Frau, die auf dem Beifahrersitz des anderen Autos saß, starben sofort. Die Mitfahrerin von der Rückbank wurde ins Klinikum nach Harlaching geflogen. Die Ärzte konnten sie jedoch nicht mehr retten. 

Die Fahrerin aus Eberfing, wurde mit dem Hubschrauber ins Murnauer Unfallkrankenhaus gebracht und dort operiert. „Ihr Zustand ist unverändert“, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Ob sie überleben wird, bleibt ungewiss. 

Eine Obduktion des Mannes soll nun herausfinden, ob gesundheitliche Gründe eine Rolle für den Unfall gespielt haben. Das Ergebnis wird in einer Woche erwartet. Das Resultat einer Unfallanalyse, die die technischen Aspekte prüft, wird in sechs bis acht Wochen feststehen. Auch Zeugen wurden befragt.

Von Ursula Gnadl

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