Penzberger (18) stirbt bei Frontalzusammenstoß – Verunglückte Schwestern in Türkei überführt

Schon wieder ein Verkehrsopfer

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Imam Muhsin Ovali (li.) sprach bei der Trauerfeier das Totengebet, unterstützt vom DTIP-Beauftragten Mehmet Dogan (zweiter v. li.). Für die Stadt Weilheim sprach Stadtrat Alfred Honisch (re.vorne) sein Beileid aus.

Landkreis – Die Verkehrsunfälle mit schrecklichen Folgen reißen nicht ab. Nach dem tragischen Unfall, bei dem kürzlich bei winterlichen Straßenverhältnissen auf der B 2, Höhe Monatshausen, zwei Schwestern (20, 16) zu Tode gekommen sind, forderte Dienstagmittag ein Frontalzusam-menstoß zweier Pkw auf der WM 1 hinter Marnbach ein weiteres Todesopfer.

Den Unfallhergang schilderte die Polizeiinspektion Weilheim wie folgt: Gegen 12.15 Uhr fuhr eine 21-Jährige aus dem Landkreis Bad-Tölz/Wolfratshausen mit ihrem Auto aus Marnbach in Richtung Antdorf. Kurz nach der Abzweigung in Richtung Seeshaupt geriet der Audi der 21-Jährigen in einer langgezogenen Rechtskurve aus bislang noch ungeklärter Ursache nach links auf die Gegenfahrbahn. Zur selben Zeit kam ihr ein Penzberger (18) mit einem Opel entgegen. Der Audi kollidierte frontal mit dem Opel.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Penzberger in seinem Wagen eingeklemmt. Er verstarb noch, ehe er aus dem Wrack befreit werden konnte, an der Unfallstelle. Die junge Frau sowie die Beifahrerin des 18-Jährigen, eine 55-Jährige ebenfalls aus Penzberg, wurden schwer verletzt in das Klinikum Murnau und in das Weilheimer Krankenhaus eingeliefert.

Nach ersten Einschätzungen der Polizeiinspektion Weilheim ist anzunehmen, dass der 18-Jährige nicht angeschnallt war. Um dies und die Unfallursache zu klären, hat die Staatsanwaltschaft ein unfallanalytisches Gutachten in Auftrag gegeben.

Die Kreisstraße war am Dienstag bis 16.50 Uhr komplett gesperrt, Feuerwehren und Straßenmeisterei leiteten den Verkehr um. Zur Versorgung der Verletzten waren mehrere Rettungswagen und ein Notarzt im Einsatz. Die verständigten Familienangehörigen und die Einsatzkräfte wurden von einem Kriseninterventionsteam betreut. Zur technischen Hilfeleistung und Absicherung der Unfallstelle waren die Feuerwehren aus Marnbach-Deutenhausen, Eberfing, Seeshaupt, Huglfing und Oberhausen an der Unfallstelle.

Leichname der Schwestern in die Türkei überführt

Alfred Honisch, Referent für Flüchtlinge, Asyl und Integration im Weilheimer Stadtrat, berichtete über die Trauerfeier, die in der Weilheimer Moschee für die zwei tödlich verunglückten Schwestern gehalten wurde.

Getrennt nach Männern und Frauen nahmen laut Honisch weit über 100 Mitglieder der türkischen Gemeinde Weilheims Abschied von den jungen Frauen. Dem Koran zufolge muss eine Beerdigung innerhalb von 24 Stunden vollzogen werden. Aufgrund des tragischen Autounfalls und auch wegen der daraus resultierenden staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen verzögerte sich die Bestattung.

Da Muslime nur in geweihter muslimischer Erde bestattet werden dürfen, erfolgte die Überführung in die Türkei unmittelbar nach der Trauerfeier über den Flughafen München nach Istanbul und schließlich weiter in die 100 Kilometer östlich liegende Heimatstadt Izmit. Mit im Flugzeug saß auch der 20-jährige Bruder der verunglückten Schwestern. Beigesetzt wurden die Toten vor Ort, gehüllt nur in einfache weiße Leinentücher.

Wie bereits berichtet, war die 20-Jährige am Freitag,19. Januar, mit ihrem Kleinwagen bei winterlichen Straßenverhältnissen auf der B 2 von Weilheim in Richtung Starnberg unterwegs. Auf Höhe Monatshausen kam ihr Auto von der Fahrbahn ab und prallte auf der Gegenfahrspur frontal mit einem Kleintransporter zusammen. Für die Fahrerin sowie für ihre auf dem Beifahrersitz mitfahrende, eingeklemmte Schwester kam jede Rettung zu spät. Der 49-jährige Fahrer des Kleintransporters aus Polling wurde bei dem Zusammenstoß leicht verletzt.

Von Maria Hofstetter 

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