Schwingende Leichtigkeit – Zum 150. Geburtstag schenkt der Verschönerungsverein der Stadt eine Wassersäule

Anerkennung aller Generationen gab es bei der Einweihung des neuen Brunnens. Vor allem die Kinder bestaunten die „tanzende“ Säule. Foto: Müller

Die Stadt hat einen neuen Brunnen – und was für einen. Das kinetische Kunstwerk vor der Musikschule wiegt fünfeinhalb Tonnen und stammt aus der Werkstatt des Künstlers Christian Tobin.

Der Brunnen mit den raufenden Jungen auf dem Kirchplatz, der mit den Weilheimer Stückeln in der Schmiedstraße, der Rosengarten, das alte Mühlrad der Bärenmühle, Begrünungen, der Verschönerungsverein macht seinem Namen alle Ehre. 2011, im Jahr seines 150. Bestehens spendierte er mit dem „Bach“-Brunnen etwas ganz Besonderes. Bei der Aufstellung und Einweihung des neuen Brunnens vor der Städtischen Musikschule platzte der Herzog-Albrecht-Platz aufgrund der großen Zuschauerzahl fast aus den Nähten. Die besten Plätze nach den Offiziellen hatten die Gäste der benachbarten Cafés und Restaurants. Als der 50-Tonnen Kran die verhüllte Basaltsäule aufstellte ging erst ein Raunen durch das Publikum, dann wurde Applaus laut. Die Steigerung folgte nach der Enthüllung, als der Hausmeister auf das Kommando „Wasser marsch“ den Wasserhahn aufdrehte und der schwarze Basaltkoloss auf der dünnen Wassersäule zu schwingen begann. Die hellen gefrästen Bach-Noten (sie gaben den Namen) auf dem dunklen Untergrund drehen sich wie im Takt und lassen den Bezug zur Musikschule sofort deutlich werden. „Er soll Bach heißen und nicht Bach-Brunnen. Ich wünsche dieser Skulptur und den Weilheimern ein harmonisches Miteinander“, so der Schöpfer des Brunnens Tobin aus Riederau unter Beifall. Manfred Bögl, der Vorstand des Verschönerungsvereins dankte in seiner Ansprache allen Sponsoren, der Böhm-Stiftung, den Finanzinstituten, Weilheimer Firmen und vielen Bürgern, die das rund 50 000 Euro Jubiläums-Geschenk mitfinanzierten. Für Bürgermeister Markus Loth war die Einweihung ein guter Anlass zur Gratulation und von Herzen Danke zu sagen für das langjährige Engagement des Vereins für die Stadt und ihre Bürger.

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