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Kein »Weiter so« für Umfahrungspläne

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Region – Knapp 800 Besucher bei der Sondersitzung des Stadtrates in Weilheim machten es deutlich: Das Thema Umfahrung bewegt die Weilheimer wie kein anderes. Aber auch in den Nachbarlandkreisen sorgen Umfahrungen für Diskussionsstoff.

Im bayerischen Oberland haben sich nun erstmalig sechs Bürgerinitiativen (BIs) landkreisübergreifend zusammengetan, um gemeinsam auf die Themen Verkehrsbelastung und Umweltschutz im Oberland hinzuweisen. Diese sind: „Heimat 2030“ aus Weilheim, die „Bürgervereinigung gegen die geplante Umgehungsstraße von Holzkirchen“ aus Holzkirchen, die „Bürgerbewegung für die Entlastung der B 472“ aus Waakirchen, „Liebens- und lebenswertes Holzkirchen“ aus Holzkirchen, „Hartpenning muckt auf“ aus Hartpenning und „Stop-Südumgehung“ aus Holzkirchen.

Ganzheitliches Konzept In einem Brief richten sich die Initiatoren mit zwei Kernforderungen an den neuen bayerischen Staatsminister für Verkehr, Dr. Hans Reichhart. Die BIs wollen in einen konstruktiven Dialog mit der Staatsregierung treten, um Lösungsansätze im Rahmen eines ganzheitlichen Verkehrs- und Mobilitätskonzeptes für das Oberland zu diskutieren. Ein solches sei, aufgrund seiner besonderen Topographie, seiner touristischen Prägung und des steigenden Verkehrsaufkommens, notwendig. Dennoch drängen die Initiatoren darauf, einen ökologischen Schwerpunkt auf das „Mobilitätsgutachten für das bayerische Oberland“ der Region 17 (Weilheim-Schongau, Garmisch-Partenkirchen, Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach) zu setzen und auf den überfälligen Ausbau des ÖPNV hinzuweisen.

Keine Flächenversiegelung Außerdem dränge die Zeit, da sich durch den Bundesverkehrswegeplan aktuell mehrere Ortsumfahrungsprojekte in der Region in der entscheidenden Planungsphase befinden würden. In allen Fällen hätte eine mögliche Umfahrung einen hohen Umweltschaden zur Folge. „Ein ‚Weiter so‘ mit den Rezepten von gestern kann es nicht mehr geben“, so die Initiatoren in ihrer Mitteilung. Tausende Bürger im Oberland hätten dies bei Demonstrationen, durch Unterschriften und den Ausgang der Landtagswahlen klar gemacht. Die Initiatoren sehen ihre Initiative „nur als Auftakt“, wobei sich „weitere Gruppierungen im Oberland anschließen können und sollen“.

Von Kreisbote

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