Second-Hand-Kleidermarkt in Peißenberg offiziell eröffnet

Günstig und schick

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BRK-Kreisgeschäftsführer Hans Eberl bei seiner Eröffnungsrede im „Schick“. Unter den geladen Gästen waren auch Bürgermeisterin Manuela Vanni, Andrea Jochner-Weiß und Oliver Pilz, Leiter der Ökumenischen Sozialstation.

Es ist vollbracht: Der BRK-Kleidermarkt „Schick“ im Wörth-Zentrum hat seine Ladentür geöffnet. Der offizielle Startschuss für den Second-Hand-Verkauf fiel bei einer kleinen Feierstunde mit Ehrengästen aus Politik, BRK-Führung und Sozialorganisationen.

„Wir haben den Kleidermarkt passenderweise auf den Namen ‚Schick‘ getauft. Da ist ‚Nomen est omen‘“, betonte Hans Eberl in seiner Rede. Der BRK-Kreisgeschäftsführer meinte damit nicht nur die „qualitativ einwandfreie bis hochwertige Gebrauchtkleidung“, sondern auch das Ambiente der 120 m² großen Verkaufsfläche im „Schick“.

BRK-Teilzeitkraft Michaela Hartl und ihr zehnköpfiges Ehrenamtsteam haben es in wenigen Wochen geschafft, einen hellen, geräumigen und boutiqueähnlichen Laden aus dem Boden zu stampfen. Von verstaubtem Kleiderkammer- image keine Spur: „Man fühlt sich in dem Laden wohl. Ich glaube, es kann Spaß machen, hier einzukaufen“, stellte Bürgermeisterin Manuela Vanni fest: „Ich werde mit Sicherheit einmal vorbeischauen. Ich wohne ja nicht weit weg.“

Ob reich oder arm, im „Schick“ kann grundsätzlich jedermann auf Schnäppchenjagd gehen. Natürlich aber hat das BRK vor allem die finanziell schwächer gestellte Klientel im Fokus. Bei entsprechendem Bedürftigkeitsnachweis werden Rabattkarten ausgegeben. Die ohnehin günstige Ware wird dann noch einmal um die Hälfte reduziert, wobei alles diskret ablaufen soll: „Wir wollen keine Stigmatisierung“, so Eberl. Der „Schick“ soll nicht als Almosenverteilstelle, sondern als ganz normaler Laden wahrgenommen werden. Eberl ist vom Erfolg des Second-Hand-Betriebskonzepts überzeugt. Als er noch für den Nachbarlandkreis Bad Tölz-Wolfratshausen zuständig war, wurden unter seiner Führung vier Kleidermärkte eröffnet: „Die gibt es jetzt seit 15 Jahren.“ Die Rahmenbedingungen in der Marktgemeinde scheinen auch zu passen. „Ich bin mir sicher, dass gerade in Peißenberg der Bedarf für so einen Laden vorhanden ist“, betonte Vanni. Am Warenzulauf mangelt es bislang nicht: „Es ist Wahnsinn, was gespendet wird“, berichtete Michaela Hartl. Der 70 m² große Lagerraum ist prall gefüllt mit Qualitätsware: „Die Spender fragen manchmal sogar, ob die Sachen für den Laden überhaupt gut genug sind“, so Hartl.

Ob der „Schick“-Pilotcharakter für weitere BRK-Kleidermarktstandorte im Landkreis haben wird, hängt aber letztlich von der Kundenresonanz ab. Der Mietvertrag im Ladenquartier am Marie-Juchacz-Weg wurde zunächst einmal mit einer Laufzeit bis Ende 2016 geschlossen, allerdings mit der Option für eine Verlängerung.

Die Öffnungszeiten im „Schick“: Montag, Dienstag, Samstag jeweils von 9.30 bis 12.30 Uhr sowie am Donnerstag von 15 bis 18 Uhr.

Von Bernhard Jepsen

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