Kreisboten-Serie: Gärten im Landkreis

Die Seele baumeln lassen im Paradieshof in Wessobrunn

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Der Paradieshof bietet allen Gartenfreunden ein paradiesisches Naturerlebnis.
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Der Paradieshof bietet allen Gartenfreunden ein paradiesisches Naturerlebnis.
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Der Paradieshof bietet allen Gartenfreunden ein paradiesisches Naturerlebnis.
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Der Paradieshof bietet allen Gartenfreunden ein paradiesisches Naturerlebnis.
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Im Streuobstgarten von Melanie Kleider und Norbert Weimann kann man selbst gemachte Köstlichkeiten genießen.
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Der Paradieshof bietet allen Gartenfreunden ein paradiesisches Naturerlebnis.
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Der Paradieshof bietet allen Gartenfreunden ein paradiesisches Naturerlebnis.
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Der Paradieshof bietet allen Gartenfreunden ein paradiesisches Naturerlebnis.

Wessobrunn – Der Paradieshof im Wessobrunner Ortsteil Forst wird seinem Namen gerecht, denn im 1 500 Quadratmeter großen Natur- und Nutzgarten lädt er alle Besucher ein, für ein paar erholsame Stunden die Seele baumeln zu lassen. Melanie Kleider und Norbert Weimann haben in den vergangenen sechs Jahren mit viel Mühe und Fachkenntnis dieses Paradies für ihre Familie und Gäste geschaffen. „Unser Anliegen war es schon immer, mit der Natur zu arbeiten und sie zu unterstützen“, sagt das Paar.

Spatenstich am Wolfhof in Wessobrunn war im Frühjahr 2014, zuvor war der Betrieb über viele Generationen als reiner Milchviehbetrieb geführt worden. Heute wird er in allen Bereichen biologisch betrieben, „denn Umwelt- und Naturschutz steht für uns an erster Stelle“, betonen die Pächter.

Die Hofgebäude umschließen einen herrlichen Streuobstgarten, in dem es sich unter schattigen Bäumen wunderbar ausspannen lässt. Wo gibt es so etwas heute noch? In der Wiese zwischen Blumenbeeten wie bei Oma Kaffee und Kuchen genießen, der Blick schweift über das Alpenpanorama am Horizont und in den Apfelbäumen surren unzählige Bienen. Ramblerrosen verströmen ihren Charme, aber auch in der grünen Laube lässt sich schon im Frühjahr so manches zarte Gewächs entdecken, wie die Schneeglöckchen oder Christrosen. Jetzt im Sommer lockt der Naturgarten vielerlei Insekten an. Nicht nur die Wildblumenstreifen, auch die komplett neu angelegten Beete sind abwechslungsreich gestaltet. So ergänzen sich Schmetterlingsflieder mit verschiedenen Sonnenhüten oder Eisenhut, Lilien beeindrucken mit ihrer Schönheit ebenso wie mit betörendem Duft. Unter verspielten Holzkonstruktionen spitzen Steingewächse hervor, ebenso nutzen Clematis diese als Rankhilfe. Auch das Herz von Selbstversorgern schlägt beim Anblick der vielen Hochbeete schneller. „Gäste können sich bei uns manche Tipps und Tricks zum Anbau ihres eigenen Gemüses holen“, sagt Kleider. Sie ist Technikerin für Hauswirtschaft und Ernährung sowie zertifizierte Gästeführerin und auf einem Hof in der Nähe von Rothenburg ob der Tauber aufgewachsen. „Da mein Herz für die Landwirtschaft schlägt, besuchte ich die Fachhochschule Weihenstephan-Triesdorf, um dort mein Diplom als Agraringenieur zu belegen“, erzählt sie. Mit dem Abschluss in der Tasche verwaltete sie zunächst einen Bio-Gemüsebetrieb im Donauries. „Bis es mich der Liebe wegen nach Oberbayern zog, wo ich als Betriebsleiterin auf einem Holunderbetrieb tätig war.“

Norbert Weimann ist im Allgäu geboren und seit Kindesbeinen immer mit der Landwirtschaft in Kontakt. Der Landwirtschaftsmeister und staatlich geprüfte Agrarbetriebswirt spricht von seinem „absoluten Traumberuf“ und beschäftigt sich mit der Wirkung von Mikroorganismen auf die Umwelt.

Mit seinem Projekt des Beerenobstanbaus geht das Paar neue Wege. „Auf unserer Plantage in Wessobrunn wachsen die unterschiedlichsten Früchte in Mischkultur. Das so genannte Agroforst-System, bei dem Baumreihen zwischen Feldern oder Obstkulturen gepflanzt sind, hat seinen Ursprung in Frankreich und auch Afrika.“ Die Pflanzen bilden hierbei eine Symbiose. Bäume bieten der Unterpflanzung Schutz vor Wind und Wetter und holen noch dazu mit den langen Wurzeln Nährstoffe aus den tieferen Bodenschichten nach oben.

„Unsere Pflanzen und der Boden bekommen Pflanzenstärkungsmittel, welche wir zum Teil selbst herstellen.“ In Eigenproduktion gibt es auch Brot und Säfte sowie Marmelade, die Besucher in einem kleinen Café mit traumhaftem Ausblicken auf die Alpenkette genießen können. Ab August gibt es sogenannte Herbsthimbeeren, bei günstiger Witterung bis zum ersten Frost. Auch Äpfel und Birnen, Zwetschgen und Pflaumen oder Tafeltrauben wachsen im Paradieshof. Mit einer Patenschaft kann man zur Produktion wertvoller Lebensmittel beitragen und bekommt seinen Anteil im Laufe des Jahres in Form von Beerenfrüchten und Obst sowie Apfelsaft zurück.
Von Peter Stöbich
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