Nach den ersten hundert Tagen: Seeshaupts Bürgermeister Fritz Egold berichtet

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Seeshaupts Bürgermeister Fritz Egold.

Seeshaupt – Inzwischen ist es gut 100 Tage her, dass Fritz Egold (CSU) in Seeshaupt das Bürgermeisteramt übernommen hat. Seine Eindrücke und Erfahrungen schildert er im Interview mit dem Weilheimer Kreisboten.

Wie hat sich Corona auf Ihre ersten 100 Tage im Bürgermeisteramt ausgewirkt?

Egold: „Vielfältig, das Amt eines ersten Bürgermeisters zu übernehmen ist zu jeder Zeit eine Herausforderung. Unsere derzeitige Situation ist mehr als außergewöhnlich. Es fängt mit ganz grundsätzlichen Geschichten wie dem Publikumsverkehr im Rathaus an und teilt sich in vielfältige Problemstellungen auf. Zum Beispiel, wie hält man Sitzungen ab, dürfen Veranstaltungen stattfinden, was macht das Ferienprogramm, wie kann man die Mitarbeiter im Rathaus und die BürgerInnen schützen und und und… Was macht Corona aus den Gemeindefinanzen?“

Welche der von Ihnen im Wahlkampf als vorrangig herausgestellten Projekte haben Sie bereits in Angriff genommen?

Egold: „Einbindung des Gemeinderats als gemeinsames Team für Seeshaupt (nahezu alle Entscheidungen bisher waren einstimmig); Einführung eines Referentenwesens zu breiteren Aufstellung von Entscheidungen; Sicherung der Wasserversorgung Ausschreibung Hochbehälter; richtungsweisende Beratungen bezüglich Feuerwehrhaus zusammen mit der Feuerwehr und der Regierung von Oberbayern; Sanierung von Straßen; Herstellung von Barrierefreiheit; Einführung von Bürgerfragestunden bei den Sitzungen…“

Decken sich Ihre Erwartungen an das Bürgermeisteramt mit den bisher gewonnenen Erfahrungen?

Egold: „Auf jeden Fall. Es macht Spaß zusammen mit dem Gemeinderat, der Verwaltung und auch den Bürgern etwas zu gestalten.“

Welche Themen stehen beim Blick in die nahe Zukunft ganz oben auf Ihrer To-do-Liste?

Egold: „Die Erledigung der Pflichtaufgaben, Wasserversorgung, Feuerwehrhaus, Wohnraumschaffung, EH-Modell und so weiter.“

Viele Kommunen befürchten in Zukunft deutlich geringere Steuereinnahmen. Trifft das auch auf Ihre Gemeinde zu? Wenn ja, welche Konsequenzen werden Sie daraus ziehen?

Egold: „Die Befürchtungen werden sich bewahrheiten, es müssen wie an allen anderen Stellen auch Lösungen gefunden werden. Niemand kann zum jetzigen Zeitpunkt sagen, wo die Reise hingehen wird. Nur eines steht fest, wirkliche Pflichtaufgaben können nicht aufgeschoben werden.“

Unterscheidet sich Ihr Führungsstil von dem Ihres Vorgängers und…

Egold: „Das kann ich selbst nicht beurteilen, ich pflege einen offenen und transparenten Umgang mit den KollegInnen. Ich denke, ich habe ein Team an motivierten Fachleuten, mit dem es gelingen wird, auch die Schwierigkeiten, die uns bevorstehen, zu meistern.“

…was möchten Sie Ihrer Bürgerschaft besonders ans Herz legen?

Egold: „Bleibt so wie Ihr seid und lasst uns zusammen die Zukunft meistern…in Seeshaupt wo der Süden beginnt.“

Vielen Dank für das Interview.

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