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Weggefährten treffen sich unter Regie von Birgit Albert zu Übungseinheiten

Sporteln gegen den Krebs

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Leitet die Krebssportgruppe „Weggefährten“: Birgit Albert.

Peißenberg – 2008 hatte Heilpraktikerin Birgit Albert eine Selbsthilfegruppe für Krebspatienten aus der Taufe gehoben. Für die Betroffenen, so die Intention, sollte eine Plattform zum Erfahrungsaustausch und psychologischen Beistand geschaffen werden. Fünf Jahre lang trafen sich die „Weggefährten“, dann schlief das Ganze ein.

Die Angelegenheit sei „emotional zum Teil recht schwierig“ geworden, erinnert sich Albert im Rückblick. Vor allem wenn ein Gruppenmitglied verstarb, war das für die anderen eine seelische Belastung. „Das hat die Leute zu sehr runtergezogen“, erzählt Albert.

Vor einem Jahr haben die „Weggefährten“ nun aber einen Neustart hingelegt – mit komplett neuer Ausrichtung als Krebssportgruppe, bei der allein die Bewegung und die körperliche Fitness im Vordergrund stehen. „Über die Krebserkrankung wird eigentlich nur geredet“, so berichtet Albert, „wenn es die Betroffenen auch wirklich selber ansprechen wollen.“ Albert geht es darum, „die Leute zu aktivieren“, denn gerade für Krebspatienten sei regelmäßige Bewegung enorm wichtig: „Durch die Chemotherapie entsteht oft ein Müdigkeitssyndrom. Da kann man mit Sport sehr viel abfangen. Auch von der Muskulatur bleibt man durch die Bewegung belastbar.“ Und nicht zu unterschätzen sei die psychologische Komponente: „Das Training ist für Leute unheimlich motivierend“, weiß Albert aus Erfahrung.

Im Sommer treffen sich die „Weggefährten“ überwiegend zum Nordic Walking, im Winter sportelt man unter anderem in der zu einem Bewegungsraum umfunktionierten Aula im ehemaligen Peißenberger Krankenhaus. Je nach Belastungsfähigkeit stehen gymnastische Übungen und Einheiten zur professionellen Muskelentspannung auf dem Programm.

Derzeit sind es durchschnittlich knapp zehn Gruppenmitglieder, die sich jeden Montag (außer in den Ferien) um 18 Uhr in Alberts Naturheil- und Massagepraxis (Eingang über die frühere Hauptpforte des Krankenhauses, Hauptstraße 55) treffen. Weitere „Weggefährten“ sind herzlich willkommen: „Es braucht niemand Scheu haben. Wir sind eine reine Sportgruppe“, betont Albert, die über eine Ausbildung als Übungsleiterin für Behinderten-, Rehabilitations- und Herzsport verfügt. Kosten für die Teilnehmer fallen übrigens keine an. Die „Weggefährten“ sind eine ehrenamtlich organisierte Gruppe. Auch das Geschlecht und das Alter spielen keine Rolle.

Kontakt: 08803/9164 oder www.natheil.de.

Von Bernhard Jepsen 

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