Arbeitskreis Senioren braucht Verstärkung

Im Alter beweglich bleiben

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Dr. Ulf Knabe (li.) und Dr. Hans-Peter Siebel an der Kreuzung Schmiedstraße/Mittlerer Graben/Münchener Straße: „Fußgänger müssen hier die Ampel drücken, dann bekommen sie schneller Grün.“

Weilheim – Selbst meist schon in den 70ern, verstehen sie sich als Sprachrohr für die Anliegen der älteren Weilheimer. Ein „gutes Dutzend“ Aktive zählt der Agenda-Arbeitskreis (AK) Senioren. „Wir konnten schon einiges bewegen“, berichtet Sprecher Dr. Ulf Knabe. Erst kürzlich hat der AK beantragt, in der Stadt Übungsgeräte für ältere Mitbürger aufzustellen.

1970 waren in Weilheim knapp 15 Prozent der Einwohner 65 Jahre und älter. Vergangenes Jahr bereits über 21 Prozent. Ihr Anteil wird weiter steigen. Deshalb, so Knabe, sei es wichtig, die Interessen der älteren Generation auch entsprechend zu vertreten. 

Was Murnau auf dem Kemmelgelände realisiert hat, regte der AK nun auch für das Weil­heimer Stadtgebiet an: Für Senioren gut erreichbar mehrere Übungsgeräte aufzustellen, „damit sie sich ihre Beweglichkeit länger erhalten können“. Der Bauausschuss habe den Antrag zwar prinzipiell einmütig befürwortet, den vom AK favorisierten Standort am Oberen Graben aber in Zweifel gezogen, berichtete Knabe. Da dort die Stadtmauer im Bereich „Am Riß“ saniert werden muss, stünde die Grünfläche die nächsten zwei Jahre nicht zur Verfügung. Ungeklärt sei noch, wer die Geräte finanzieren soll. Knabe rechnet mit zirka 25 000 Euro für einen Bewegungsparcours. Die Entscheidung wurde vertagt. „Wir werden nach weiteren Vorschlägen suchen“, will Knabe nicht locker lassen. 

Der AK sieht in weiteren Feldern Handlungsbedarf: Auf seiner Agenda steht, dran zu bleiben, dass das Frühschwimmen im Hallenbad trotz Absage vom Landratsamt doch noch erweitert wird. An den Stadtbushaltestellen muss nachgebessert werden: „Für Rollatorbenutzer sind die Tritthöhen problematisch, Bänke zum Hinsetzen fehlen und Hütten zum Schutz vor Regen“, fasst Knabe zusammen. Dem AK sei klar, dass die Mängel nur sukzessive behoben werden können. Man sei froh, mit den Anliegen bei der Verwaltung auf offene Ohren zu stoßen. Sein Sprecheramt möchte Knabe in jüngere Hände geben. „Bei uns kann jeder seine Ideen einbringen. Wir können schrittweise viel bewegen“, wirbt Dr. Hans-Peter Siebel um weitere Mitsenioren, „gerne auch solche in den 50ern und 60ern.“ 

Einmal im Monat findet sich der AK „Senioren“ zum offenen Treffen im Höckstüberl ein. Das nächste Mal am Montag, 17. November, ab 9.30 Uhr.

Von Maria Hofstetter

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