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Sicher im Garten: Vorsicht bei der Arbeit mit Geräten

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Bei der Arbeit mit Gartenwerkzeugen ist Vorsicht geboten.

Hobbygärtner haben in diesen Tagen wieder alle Hände voll zu tun. Ob beim Rasenmähen, bei der Gartenarbeit oder beim Heimwerken, in der Freizeit- und Hobbyarbeit lauern vielerlei Verletzungsgefahren. Ein Großteil der Unfälle geschieht dabei aufgrund von Unachtsamkeit und Leichtsinn, weiß Arbeitsschutzexperte Ken Hauser vom TÜV Thüringen. Er rät besonders beim Umgang mit Leitern, Schneide- und Sägewerkzeugen zu erhöhter Vorsicht. In deutschen Gärten passieren jedes Jahr schwere Unfälle durch Leitersturz oder Schnittverletzungen.

Wenn im Frühjahr die ersten Blumen blühen, gibt es im Garten viel zu tun. Hierbei lauern allerdings auch Gefahren, die zu schweren Unfällen führen können. Heckenschneider, Rasenmäher und Kettensägen zählen dabei zur Standardausrüstung eines jeden Hobbygärtners. Die Benutzung ist allerdings nicht ungefährlich. Auch wenn die Handhabung noch so einfach erscheint, rät der Experte vor der Inbetriebnahme eines Gartengeräts, als erstes die Bedienungsanleitung durchzulesen. Die Sicherheitshinweise des Herstellers sind unbedingt zu beachten. „Insbesondere gilt hier, die Geräte nur für ihren bestimmungsgemäßen Gebrauch zu benutzen. Zum eigenen Schutz empfiehlt es sich, Schutzbrille, Schutzhandschuhe, Schnittschutzhose und Sicherheitsschuhwerk zu tragen. Wer an der Sicherheitsausrüstung spart, riskiert im Falle eines Falles schwere Verletzungen“, warnt Hauser.

In den nächsten Wochen beginnt in deutschen Kleingärten wieder die Rasenmähsaison. Hobbygärtner sollten allerdings auch bei altbekannten Handgriffen die bekannten Sicherheitshinweise beachten. Dass beim Rasenmähen mit elektrischen Geräten auf die Kabelführung zu achten ist, wissen die meisten. Trotzdem passieren hierbei immer wieder Unfälle durch Unachtsamkeit. Elektrorasenmäher sollten nie bei Nässe benutzt werden, Kabel mit Isolationsschäden müssen unbedingt ausgetauscht werden. Besondere Vorsicht ist bei den Kantenschneidern geboten. Gerade bei denen, die mit einem Messer ausgestattet sind. Ken Hauser empfiehlt in jedem Fall, beim Rasenmähen Sicherheitsschuhwerk zu tragen. Ein ausreichender Abstand zu anderen Personen ist einzuhalten, da Steine oder Aststückchen schnell weggeschleudert und so zu gefährlichen Geschossen werden können.

Viele Gartengeräte wie Rasenmäher, Laubbläser, Heckenscheren und Kettensägen verursachen einen zum Teil erheblichen Lärmpegel. Der Arbeitsschützer empfiehlt für diese Geräte, einen Gehörschutz zu tragen und auf Anwohner und Nachbarn Rücksicht zu nehmen. „Für das Arbeiten mit motorgetriebenen Gartengeräten sind unbedingt die gesetzlichen Bestimmungen zu beachten. Hierzu regeln verschiedene Gesetze und Verordnungen die Zeiten für den Gebrauch. Lokal kann es sogar spezifische örtliche Regelungen geben“, so Arbeitsschutzexperte Hauser.

Ein Bach im Garten: Natürliches Gefälle ist ideal

Das leise Plätschern eines Baches hat etwas Beruhigendes und gleichzeitig Anregendes. Es ist einfach herrlich, sich nach Feierabend ans Ufer zu setzen und die Natur zu genießen. Im Sommer locken vor allem Erfrischung und Abkühlung in die Nähe des Wassers. Wer keinen natürlichen Bach im eigenen Garten besitzt, muss deshalb nicht Trübsal blasen. Denn mit Fachwissen und verschiedenen Techniken lässt sich der Traum vom bewegten Wasser in vielen Gärten individuell erfüllen. 

Gärten mit natürlichem Gefälle bieten ideale Voraussetzungen für einen naturnah gestalteten Bach. Mit Steinen kann der Lauf des Wassers geschwungen von der höchsten Stelle des Hangs bis in einen Teich geleitet werden. So wählen Landschaftsgärtner bei der Anlage eines steileren Grundstücks beispielsweise große, kantige Findlinge. Mit ihnen lässt sich ein Gebirgsbach nachahmen und es entstehen eindrucksvolle Wirbel. Außerdem bieten diese Steine einen natürlichen Widerstand und bremsen die Schnelligkeit des Flusses. Auch die Breite des Gewässers beeinflusst natürlich die Geschwindigkeit: So fließt das Wasser an schmalen Stellen geräuschvoll, während es an breiteren Stellen stiller fließt. 

Solche ruhigen Bachbereiche sind auch für Tiere im Garten wichtig: Wassertiere finden dort Lebensraum, für Vögel, Igel, Frösche oder auch Insekten sind sie wertvolle Trinkstellen. Dafür sollten dort größere Steine in den Bachlauf integriert sein, die vom Rand aus gut zu erreichen sind. Sie ermöglichen es auch kleinen Tieren, ohne Gefahr zu trinken und dienen als Landeplatz und Ausstieg. Eine üppige Uferbepflanzung bietet den tierischen Gartenbewohnern gute Rückzugsorte. Zugleich trägt sie zur Natürlichkeit des Baches bei. In der Regel ist der Boden um einen Bach relativ feucht, daher sollten die Pflanzen mit solchen Standortbedingungen zurechtkommen. Experten für Garten und Landschaft wählen beispielsweise die gelbblühende Trollblume (Trollius europaeus) oder großblättrige Funkien (Hosta). Auch die Sibirische Schwertlilie (Iris sibirica), der Frauenmantel (Alchemilla) oder Farne sind gut geeignet. 

Auch in Gärten ohne natürliche Hanglange können Bäche integriert werden. „Schon bei minimalem Gefälle ist Wasser in Bewegung“, erklärt Max Hohenschläger, Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) e.V.. „Schon ein bis zwei Prozent Neigung reichen aus. Eine integrierte Pumpe unterstützt bei Bedarf den natürlichen Fluss.“ Runde Steine sind für das Gewässerbett zu empfehlen, denn sie bieten nur wenig Widerstand und beeinflussen die Fließgeschwindigkeit kaum. Die dabei entstehenden sanften Wasserbewegungen schaffen eine belebende Atmosphäre. Wird ein stärker fließender Bach gewünscht, können Landschaftsgärtner die Topografie des Gartens entsprechend modellieren. 

Für Gartenbesitzer, die eine architektonische Gestaltung mögen, sind Wasserrinnen eine gute Variante. Sie sind durch geometrische Formen und schlichte Materialien gekennzeichnet, wie Stahl, Mauerziegel oder Beton. Die Bepflanzung ist in solchen Gärten meist minimalistisch und wird in erster Linie eingesetzt, um die geradlinige Form zu unterstützen. Bei Rinnen bieten sich Kaskaden an, um Bewegung zu schaffen. Die künstlich angelegten, kleinen Wasserfälle erinnern an Treppenstufen und passen formal gut zu schlichten Rinnen. Bei einem geringen Gefälle können auch Seerosen integriert werden, die am liebsten in ruhigem Wasser stehen. Mit ihren dunkelgrünen Blättern und eleganten Blüten lockern sie das geometrische Design des Beckens auf. 

„Bei Wasserstellen im Garten steht die Sicherheit immer an erster Stelle“, so Hohenschläger. „Daher ist eine Beleuchtung empfehlenswert, die den Bach oder die Wasserrinne kenntlich macht. Sie erzeugt außerdem eine einzigartige Stimmung und hebt das Wasserelement eindrucksvoll hervor. Erfahrungsgemäß spricht Wasser im Garten auch Kinder besonders an. Auch hier ist Sicherheit ein wichtiges Thema.“ Eine praktische Empfehlung der Landschaftsgärtner: Wenn ein Bach angelegt wird, kann zeitgleich ein automatisches Bewässerungssystem für den Garten eingerichtet werden. Gerade im Sommer ist diese Technik Gold wert, denn sie erspart nicht nur Zeit, sondern kann auch zu den optimalen Uhrzeiten gießen – so zum Beispiel früh am Morgen, wenn die Wirkung für Pflanzen am besten ist.


Der Kreisbote wünscht Ihnen eine schöne Zeit im Grünen!

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