Auf Feuerwerk verzichten: Stadt Weilheim setzt in der Silvesternacht auf Einsicht und Vernunft ihrer Bürger

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Weilheim – Ist die Silvesterknallerei noch zeitgemäß? Eine umstrittene Frage, in der nun auch die Stadt Weilheim Position bezogen hat. Ihre Bürger sind „zum freiwilligen Verzicht auf das Abfeuern von Silvesterraketen und Böllern aufgerufen“.

Bürgermeister Markus Loth (BfW) nannte am Rande eines Pressegesprächs im Rathaus drei Gründe für den städtischen Appell: Neben dem Umwelt- und Klimaschutz – „unnötige Feinstaub- und Lärmbelastungen vermeiden“ – seien der „Sicherheits- und Sauberkeitsfaktor“ dafür ausschlaggebend. Die Stadt hoffe auf die „Einsicht und Vernunft ihrer Bürger“.

Anstelle das Geld in ein Silvesterfeuerwerk zu investieren, könnten diese Ausgaben einer Umweltorganisation oder anderen gemeinnützigen Vereinigungen gespendet werden. Eine Empfehlung für einen bestimmten Verein, wie es Grünen-Fraktionssprecher Alfred Honisch vorschlug, wollte Loth jedoch nicht aussprechen.

Bisher galt der Aufruf laut Ordnungsamtsleiter Andreas Wunder für das Altstadtgebiet und soll jetzt, wo Weilheim eine „klimaschützende Stadt“ wird, „weiter gefasst“ werden. Allerdings will man es bei einem Appell belassen.

FW-Fraktionssprecher Walter Weber erinnerte an die Großbrände in Hohenfurch und Schongau, für die Feuerwerkskörper an Silvester ursächlich gewesen waren. Ingo Remesch, Fraktionssprecher von SPD/FDP, war wichtig zu betonen, dass „niemand an den Pranger gestellt werden darf, der es aus Spaß am Feuerwerk trotzdem macht“. Außerdem würden die Geschäfte ihre Lager bereits voll mit Feuerwerksartikeln haben. Das Bewusstsein, wie stark damit die Umwelt verschmutzt wird, müsse erst „nach und nach geschaffen“ werden. Das Gögerl, fuhr Remesch fort, gleiche nach Silvester einer Müllhalde, und die Bauern müssten auf ihren Wiesen und Feldern den von den Feiernden hinterlassenen Abfall einsammeln.

Von Maria Hofstetter

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