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Skelettbauweise dient als Basis für Umbauarbeiten am ehemaligen BHS-Büroturm

Der Rohbau steht schon

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Auf dem Plakat ist die neue und im Hintergrund die alte Ansicht des ehemaligen BHS-Büroturms zu sehen.

Peißenberg – „Peißenberg liegt einem da zu Füßen“, schwärmt Wolfgang Sartory, als er durch die oberen Etagen des ehemaligen BHS-Verwaltungsgebäudes in der Bergwerkstraße führt – und der Immobilienmakler übertreibt nicht: Der einstige Büroturm bietet einen herrlichen Rundblick über den Ortsteil Wörth und bei gutem Wetter sogar freie Sicht auf die Bergkette.

Zum Wohnen eine durchaus exklusive Lage. Kein Wunder, dass bereits zwei Drittel der geplanten Wohnungen und Penthouse-Einheiten, die bis Sommer 2017 in dem markanten Gebäude entstehen sollen, vergriffen sind.

Sartory war in das Projekt vor gut anderthalb Jahren eingestiegen. Evonik als Mutterkonzern der inzwischen aufgelösten Bayerischen Berg-, Hütten- und Salzwerke AG (BHS) suchte über ihn einen Investor für das ehemalige Verwaltungsgebäude. Zuvor sollten ausschließlich Büroräume vermarktet werden, doch die Nachfrage war zu gering.

Sartory hingegen setzte andere Schwerpunkte: Der Büroturm sollte in ein modernes Mehrfamilienhaus mit wenigen Büroeinheiten umgestaltet werden. Das Konzept ging auf: Sartory hatte mit dem Oberhausener Bauunternehmer Rainer Schwinghammer schnell den ersehnten Investor an der Angel.

Nach Verzögerungen im Bauleitplanverfahren ist die Baugenehmigung durch das Landratsamt seit ein paar Wochen unter Dach und Fach – wobei der Rohbau eigentlich schon steht. Die Grundsubstanz des 1960 im Bauhausstil errichteten Gebäudes soll jedenfalls erhalten bleiben. Der Turm wurde damals auf massiven Fundamenten gegründet. Im staubtrockenen Untergeschoss – von modrigem Kellergeruch ist nichts zu spüren – führen zwei Stollensysteme in Richtung der Nachbargebäude. Dort sind auch die Stoßdämpfer eingebaut, die das Gebäude vor Erschütterungen durch den früheren Bergbaubetrieb schützen sollten.

Die künftigen Bewohner brauchen sich vor Erdbeben also nicht zu fürchten: „Man kann es eigentlich nicht besser bauen“, betont Sartory. 2008 wurde das Gebäude zudem energetisch saniert und mit neuer Elektrik ausgestattet. Ein großer Vorteil bei den Umbauplänen ist darüber hinaus die bestehende Skelettbauweise. Die Wände haben demzufolge keine statische Funktion und können individuell verschoben werden.

Insgesamt sollen 29 Wohn- respektive Büroeinheiten entstehen. Während der Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt nach den Umbauarbeiten wieder in das Gebäude einzieht, wird die CSU-Bundeswahlkreisgeschäftsstelle ihr Domizil künftig an anderer Stelle in Peißenberg aufschlagen. Ende Januar wird die Partei samt den Abgeordnetenbüros von MdL Harald Kühn und Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt in die Sonnenstraße umsiedeln. Neue Adresse werden die Räumlichkeiten über der VR-Bank im Wörther Zen- trum sein, also in Sichtweite des künftigen Wohn- und Bürohauses an der Bergwerkstraße 14.

Der Umbau des ehemaligen BHS-Turms soll übrigens nicht das einzige Projekt auf dem knapp 6000 Quadratmeter großen Grundstück bleiben. Laut Sartory gibt es von Seiten des Investors bereits Überlegungen unter anderem für eine kleinteiligere Bebauung in der südlich angrenzenden Grünfläche.

Von Bernhard Jepsen

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