"ZusammenWachsen" feierte mit Musik und Köstlichkeiten

Fröhliches Fest auf dem Sonnenacker

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Die afrikanischen Musiker mit den Festorganisatoren Charlotte Seerieder (Mitte) und Dr. Brigitte Honold (5.v.re.) von Weilheim-Schongauer Land, Heiner Putzier (4.v.re.) von SlowFood Pfaffenwinkel und seiner Gattin Inge (2.v.re.) von Asyl im Oberland.

Weilheim – Es ist ein Modell für gelungene Integration: Das Projekt „ZusammenWachsen“ von SlowFood Pfaffenwinkel, Weilheim-Schongauer Land und Asyl im Oberland. Seit 2015 gibt es auf dem Sonnenacker am Prälatenweg einen eigenen Anbaubereich für Asylsuchende.

Begonnen hatte alles 2014: Inge und Heiner Putzier, sie stark engagiert bei Asyl im Oberland, er bei SlowFood, bewirtschaften einen Sonnenacker-Bifang. Sie nehmen öfters einen Asyl suchenden Afrikaner aus Mali mit, der gern eigenes Gemüse anbauen möchte. Im Jahr darauf mietet SlowFood einen eigenen Bifang für Asylsuchende an, ein Jahr später sind es bereits zehn Bifänge. Dadurch wuchs auch der organisatorische Aufwand, denn gerade für die Anfangsphase mussten Paten gesucht werden, die die Flüchtlinge betreuen, denn nicht alle sind mit dem Anbau von Gemüse vertraut. Auch kulturelle Unterschiede zeigten sich schnell, denn während die Männer durchaus den Anbau betreiben, hielten es viele noch für eine Selbstverständlichkeit, dass die Ernte Frauensache sei.

Um dieses Projekt auch finanziell zu stemmen, kooperieren die drei Organisationen Asyl im Oberland, Weilheim-Schongauer Land und SlowFood Pfaffenwinkel, auch der Kreisverband für Gartenkultur und Landespflege Weilheim-Schongau engagierte sich tatkräftig. Heuer nun gab es ein erstes Sommerfest auf dem Sonnenacker mit leckerem Essen und natürlich Musik. Dafür sorgten Asylsuchende und die „Ammersee Spätlese“ mit ihrer Trommelmusik und Gesang.

Auf den zehn Bifängen bauten im vergangenen Jahr zwölf Flüchtlinge Kartoffeln, Auberginen, Zucchini, Zwiebeln, Tomaten und Kürbisse an. Auch Artischocken wurden schon versucht, allerdings sind die Erfolge nicht unbedingt riesig im oberbayerischen Klima.

Ein Bifang ist übrigens ein Kartoffeldamm, den Landwirte auf den Sonnenäckern vorbereiten. Er ist etwa 100 Meter lang, so entsteht eine Fläche von zirka 80 Quadratmeter. Näheres unter http://www.unserland.info/netzwerk/solidargemeinschaften/73-weilheim-schongauer-land/146-sonnenaecker.

Von Bianca R. Heigl

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