Jährlich Strom für 800 Haushalte

Sonnenwiese Dornbichl in Betrieb genommen

Alexander Rossner (Aufsichtsratsvorsitzender der Energiegenossenschaft), Vize-Bürgermeister Robert Halbritter, Frank Zellner, Werner Schilcher (Aufsichtsrat Energiegenossenschaft), Andrea Jochner-Weiß und Hans Arpke (Vorstand Energiegenossenschaft). Vordere Reihe: (v.li.) Judith Scheuring (Kinder helfen Bienen), Andreas Krahl, Florian Schönberger und Stefan Sendl
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Freuten sich über die Einweihung der Sonnenwiese am Dornbichlweg: (stehend v.li.) Alexander Rossner (Aufsichtsratsvorsitzender der Energiegenossenschaft), Vize-Bürgermeister Robert Halbritter, Frank Zellner, Werner Schilcher (Aufsichtsrat Energiegenossenschaft), Andrea Jochner-Weiß und Hans Arpke (Vorstand Energiegenossenschaft). Vordere Reihe: (v.li.) Judith Scheuring (Kinder helfen Bienen), Andreas Krahl, Florian Schönberger und Stefan Sendl.
  • Bernhard Jepsen
    VonBernhard Jepsen
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Peißenberg – 6 378 Einzelmodule, 2 349 kWp Leistung, zehn Wechselrichter, eine Trafostation und Baukosten von 1,3 Millionen Euro: Das sind die Eckdaten des von der Peißenberger Energiegenossenschaft in Kooperation mit den Gemeindewerken initiierten Projekts „Sonnenwiese Dornbichl“. Mit rund 100 Gästen wurde nun die Einweihung der Freiflächenphotovoltaikanlage zwischen Bahnlinie und Dornbichlweg gefeiert.

In Betrieb genommen wurde die Sonnenwiese schon zwei Tage vor dem offiziellen Starttermin – bei Regenwetter. „Es hat einen richtigen Wolkenbruch gegeben“, berichtete Stefan Sendl, der Vorstandsvorsitzende der Energiegenossenschaft. „Die Sonneneinstrahlung war minimalistisch. Aber für den Einschaltvorgang war das gar nicht verkehrt.“

Bei der Einweihung, die bei herrlichem Sommerwetter stattfand, brummten schließlich die Wechselrichter. Die Sonnenwiese, um deren 119 Modultische 40 Schafe weiden und auch Bienenvölker angesiedelt wurden, wird jährlich rund 2,5 Millionen kWh Energie erzeugen. Das entspricht in etwa dem Stromverbrauch von 800 Haushalten. Wie Sendl bei der Einweihung erläuterte, liegt der Anteil der regenerativen Stromerzeugung im Landkreis Weilheim-Schongau bei mittlerweile 43 Prozent und in Peißenberg bei 30 Prozent. Allein die Sonnenwiese würde für die örtliche Bilanz sechs Prozent beisteuern. Laut Sendl ist das zwar ein „schöner Schritt“ – allerdings: „Wir haben noch 70 Prozent vor uns.“ Würde man die noch freien Dachflächenkapazitäten in Peißenberg mit PV-Modulen bestücken, würde man zusätzlich noch sechs Freiflächenanlagen benötigen. „Wir wollen da auf alle Fälle weitermachen“, kündigte Sendl neue Projekte an.

In den Grußworten von Landrätin Andrea Jochner-Weiß (CSU), Bürgermeister Frank Zellner (CSU), MdL Andreas Krahl (Grüne) und Sparkassendirektor Eugen Trautmann war von einem „regionalen Vorzeigeprojekt“ die Rede. Finanziert wird die Sonnenwiese über Darlehen der Energiegenossenschaftsmitglieder (500 000 Euro) und über einen Sparkassen-Kredit (800 000 Euro). Die Anlage wurde in enger Zusammenarbeit mit den Peißenberger Gemeindewerken konzipiert. Das Kommunalunternehmen stellt auch das Grundstück zur Verfügung. „Gute Projektideen entstehen immer nur dann, wenn die richtigen Leute zusammenkommen“, betonte Sendl.

Auch mit der Firma Vispiron hat die Genossenschaft einen guten Griff getan. Der Anlagenbau ging reibungslos über die Bühne. Vispiron-Geschäftsführer Florian Schönberger bezeichnete die Energiewende als „Wirtschaftsmotor“ – wobei es durchaus zu neuen Rollenverteilungen kommen würde: „Die Bürger sind nicht mehr nur Konsumenten, sondern sie sind nun auch Produzenten.“

Demnächst wird Vispiron noch einen netzgebundenen PV-Speicher am Dornbichlweg installieren: „Das ist dann die nächste Phase der Energiewende“, so Schönberger.

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