Wohnbau Weilheim errichtet in Murnau 42 Wohnungen und sieben Reihenhäuser

Die ersten Dächer sind geschlossen

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Petrus meinte es nicht gut mit den Gästen, gefeiert wurde dann „krisensicher“ in der Tiefgarage.

Murnau – Ein Mammutprojekt im sozialen Wohnungsbau konnte in dieser Woche einen Etappensieg feiern: An der Adalbert-Stifter-Straße 2 sind die Dächer der ersten beiden Häuser geschlossen und das feierte die ausführende Wohnbau Weilheim mit Vertretern der Marktgemeinde, der Regierung von Oberbayern, den planenden Architekten vom Büro Rill und Lechner, Handwerkern und Nachbarn beim Richtfest.

Den traditionellen Richtspruch gab’s von Zimmerermeister Tobias Greinwald von der gleichnamigen Zimmerei aus Seeshaupt. Insgesamt werden auf dem Areal 42 geförderte Wohnungen errichtet, die ersten beiden Häuser werden zwölf davon beherbergen, die Anfang nächsten Jahres bezugsfertig sein sollen.

Beim Richtfest v.li.: Bürgermeister Rolf Beuting, Doris Schmid-Hammer, Leiterin Sachgebiet Wohnungswesen, Regierung von Oberbayern; Architekt Florian Lechner, Dr. Lore Mühlbauer, Referentin Wohnungswesen, Regierung; Wohnbau-Geschäftsführer Markus Kleinen, Murnaus zweite Bürgermeisterin Dr. Julia Stewens.

Im zweiten Bauabschnitt werden die nächsten beiden Häuser mit insgesamt 18 Wohnungen errichtet, geplante Fertigstellung im Herbst 2020. Dann folgt Abschnitt drei mit zwei weiteren Mehrfamilienhäusern mit zwölf Wohnungen sowie sieben frei finanzierten Reihenhäusern; hier rechnet man mit Bezug ab Ende 2021. In diesen drei Bauabschnitten entstehen so insgesamt knapp 3 800 Quadratmeter Wohnfläche sowie 57 Tiefgaragen- und 26 oberirdische Stellplätze.

Einige bauliche Besonderheiten hob Markus Kleinen, Geschäftsführer der Wohnbau Weilheim, hervor: So wurde auf energieeffiziente Bauweise geachtet, das ganze Quartier verfügt über eine Holzpellets-Zentralheizung und zusammen mit den Gemeindewerken Murnau wird ein Mieterstrom-Modell verwirklicht, das von der Photovoltaikanlage auf dem Dach gespeist wird.

Die Baukosten belaufen sich auf 14,4 Mio. Euro. 54 Prozent dieser Gesamtsumme stammen aus Förderungen: 6,3 Mio. Euro sind Förderdarlehen und 890 000 Euro Förderzuschuss der Regierung von Oberbayern sowie 490 000 Euro ein Darlehen des Marktes Murnau. Die Vergabe der Wohnungen und Häuser wird über den Markt Murnau erfolgen, der hierfür einen Kriterienkatalog zusammenstellen wird, in dem neben der Bedürftigkeit auch Faktoren wie Orts- und Vereinszugehörigkeit sowie ehrenamtliches Engagement zählen. „Wir müssen dafür sorgen, dass Murnau kein Ort wird, wo man nur noch mit einem großen Geldbeutel leben kann“, meinte Bürgermeister Rolf Beuting bei seinem Grußwort anlässlich des Richtfestes. Und deshalb baut auch die Gemeinde selbst derzeit am Längenfeldweg 29 geförderte Wohnungen, und weitere Projekte sind in Planung.

Von Bianca R. Heigl

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