36 Sozialwohnungen am "Lindenpark" offiziell eingeweiht

Ein bunt gemischtes Zuhause

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Bei der Schlüsselübergabe dabei (v.li.): Agnes Müller, Wohnbau GmbH; Engelbert Birkle, katholischer Pfarrer; Markus Kleinen; Sabine Nagel, evangelische Pfarrerin; Markus Loth; Stefan Wolf, Architekturbüro PP+; Andrea Jochner-Weiß; Rüdiger Pöhlmann, Architekturbüro PP+; Andrea Roppelt, Stadtbaumeisterin; Matthias Finsterer und Marina Geith, Wohnbau GmbH und Jutta Daniels, Landratsamt.

Weilheim – Der Traum vom Eigenheim mit großer Terrasse und viel Platz lässt so manche Herzen höher schlagen. Doch in Zeiten von explodierenden Mietpreisen und massiver Wohnungsnot wären viele schon froh, überhaupt eine bezahlbare Wohnung zu finden. Allein in Weilheim warten 159 BürgerInnen auf eine Sozialwohnung. Mit dem Wohnprojekt „Lindenpark“ konnte nun ein wenig Abhilfe geschaffen werden.

„Vielen Dank für Ihre Kraft und Energie, diese Herkulesaufgabe zu bewältigen“, bedankte sich Landrätin Andrea Jochner-Weiß bei allen Beteiligten, die am Wohnprojekt „Lindenpark“ mitgewirkt haben. Bei der symbolischen Schlüsselübergabe waren Vertreter der Stadt, des Landratsamtes, der Wohnbau GmbH, des Architekturbüros PP+ sowie Pfarrer Birkle und Pfarrerin Nagel zusammengekommen, um die 36 Wohnungen in der Lindenstraße 1, 3 und 5 einzuweihen. Laut Wohnbau GmbH Geschäftsführer Markus Kleinen waren gerade die letzten Monate mit viel Arbeit verbunden, „es verlief aber alles sehr reibungslos“, erklärte er.

Im April 2017 erfolgte der Spatenstich für die 2 700 Quadratmeter große Wohnanlage, die mit barrierefreien Zwei- bis Fünf- Zimmer-Wohnungen ausgestattet ist. Im Jahr 2015 habe sich die Wohnbau Weilheim dafür entschieden, die alten Bestandsobjekte, welche Anfang der 1950er Jahre mit 24 Wohnungen gebaut wurden, abzureißen, so Kleinen. Eine Modernisierung wäre aufgrund der fehlenden zentralen Heizung, der kleinen Grundrisse und des baulichen Zustands nicht mehr sinnvoll gewesen. Die damaligen Mieter zogen dabei in andere Gebäude der Wohnbau GmbH um.

Die Baukosten belaufen sich auf 10,7 Millionen Euro, die zu einem Drittel frei finanziert werden. Die restliche Summe setztesich aus Eigenkapital, Fördermitteln und einem Darlehen der Stadt Weilheim zusammen. „Pro Wohneinheit hat die Stadt ein zinsloses Darlehen in Höhe von 10 000 Euro vergeben“, so Loth. Damit wurde das Projekt „teurer als erwartet“, erklärte Kleinen.

Allerdings sind die Gebäude hoch wärmegedämmt und werden energieeffizient und durch eine Solaranlage unterstützt mit Gas beheizt. Zudem verfügt etwa die Hälfte der Wohnungen über ein dezentrales Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung. Neben 36 Tiefgaragenstellplätzen und 18 oberirdischen Stellplätzen besitzen die meisten Wohnungen eine Terrasse oder einen Balkon. Allen Wohnungen ist ein Kellerabteil zugeordnet, und es gibt einen Aufzug, der auch Liegend-Transporte zulässt.

„Mir gefallen die Objekte sehr gut. Sie fügen sich städtebaulich gut ein“, sagte Loth, der sich weiterhin für die Schaffung von sozialem Wohnraum einsetzen möchte. „Es gibt sogar einen Spielplatz im Innenhof“, freute sich die Landrätin Jochner-Weiß über die familienfreundliche Ausrichtung der Gebäude.

Die ersten beiden Häuser mit 26 Wohnungen sind seit 1. Januar bereits bewohnt, ab Februar sind es auch restlichen. Nur eine der insgesamt zwei rollstuhlgerechten Wohnungen ist noch frei. Die Zuweisung übernimmt dabei das Wohnungs- und Liegenschaftsamt der Stadt. Durch einkommensorientierte Förderung erhalten Menschen, die nicht so viel verdienen, einen Mietzuschuss von 2 bis 4 Euro auf die Grundmiete von 9,50 Euro pro Quadratmeter.

Bei den Mietern seien alle Altersgruppen und unterschiedliche Nationalitäten vertreten, wie Tobias Stieglmair vom Sozialamt auf Nachfrage des Kreisboten erklärte und anfügte: „Es ist bunt gemischt“. 

Von Maria Lindner 

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