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Sparkasse Oberland legt im zweiten Bilanzjahr nach der Fusion solide Zahlen vor

Gut aufgestellt ins neue Geschäftsjahr

Beim Bilanzgespräch noch zu viert: V.li.: Alexander Schmitz, Thomas Orbig, Michael Lautenbacher, Markus Lanz.

Weilheim – Im Februar präsentiert das Führungsteam der Sparkasse Zahlen und Fakten zum abgelaufenen Geschäftsjahr. Diese Tradition wurde nun erstmals unter dem Vorsitz von Thomas Orbig fortgesetzt, der sich trotz weltweiter politischer und wirtschaftlicher Turbulenzen für die Sparkasse Oberland „mit dem Erreichten in Summe sehr zufrieden“ äußerte.

Der Jahresgewinn wurde mit 3,4 Mio. Euro stabil gehalten. Mit 297 Mio. Euro Eigenkapital und einer Bilanzsumme von 2,75 Mrd. Euro gehört das Geldinstitut „bayernweit zu den Top-Sparkassen“, so Orbig. Das erste vollständige Bilanzjahr für die Sparkasse Oberland hat sich nach der Vereinigung der Weilheimer und Schongauer Sparkassen erfolgreicher als gedacht gezeigt. „Wir sind als fusioniertes Haus näher zusammengerückt, das Wir-Gefühl kam schneller als erwartet“, berichtete Orbig. Fusionsbedingt waren 2018 die gemeinsame Logistik für Bargeldversorgung und Postverteilung, der Zusammenschluss der beiden telefonischen Kundenservice-Center zur Telefon- Filiale in Peißenberg sowie das Zusammenlegen des Kreditakten-Archivs nach Schongau zu bewältigen. Bei Letzterem wurden 6 000 Ordner mit Behältnissen transportiert, sechs Mitarbeiter waren drei Tage beschäftigt.

Vom „Zusammenrücken“ blieb die Vorstandschaft nicht ausgenommen. Wie berichtet, wird das Führungsgremium nach Beschluss des Verwaltungsrates von ursprünglich fünf auf drei Mitglieder reduziert. Ende April 2018 trat Vorstandsvorsitzender Josef Koch in den Ruhestand. Alexander Schmitz verlässt zum 31. März die Sparkasse, da sein auslaufender Vertrag nicht verlängert wurde.

Das Geldvermögen der Kunden (bilanzwirksame Einlagen, Kundenbestände in Wertpapieren ohne Kursgewinne, Versicherungen, Bausparen) wird laut Vorstandsmitglied Michael Lautenbacher voraussichtlich im ersten Quartal 2019 die drei Mrd.-Grenze übersteigen. Ungebrochen ist der Trend zum Online-Banking: Auf 70 Prozent der Girokonten haben die Kunden online Zugriff. Die Differenz zwischen bilanzwirksamen Einlagen und Ausleihungen, wie Spar- und Geldmarktkonten, wurde geringer, wodurch sich die Negativzinsen für überschüssige Anleihen reduzierten. Unsicherheiten auf den internationalen Aktienmärkten bekam auch die Sparkasse zu spüren. Der Wertpapierumsatz ging auf 202 Mio. Euro (2017: 213) zurück.

Weiterhin im Aufschwung befindet sich gemäß Vorstand Markus Lanz das Kreditgeschäft: Knapp zwei Mrd. Euro wurden an Firmen- und Privatkunden ausgeliehen. Im Neugeschäft stiegen die Darlehenszusagen um 9,1 Prozent auf 464 Mio. Euro, besonders Unternehmen profitierten davon. 60 Prozent aller Immobilienfinanzierungen im Geschäftsgebiet liefen über die Sparkasse. Mehr Vermietungen als Verkäufe führten bei der Immobilienvermittlung zum leichten Rückgang im Gesamtwert verkaufter Objekte. Noch im Februar soll in Kooperation mit dem „ibb Institut Dr. Hettenbach“ ein „Preisfinder“ eingeführt werden, mit dem Kunden über die Sparkassen-Homepage kostenfrei eine Marktpreisschätzung ihrer Immobilie erhalten. Wieder beliebt ist das Bausparen, mit dem sich die Kunden „historisch niedrigste Darlehenszinsen langfristig sichern können“.

Bei Mails, Chats und Aufträgen via Internetfiliale verzeichnete Vorstandsmitglied Schmitz eine deutliche Steigerung gegenüber 2017. Telefonisch wurden im Berichtsjahr fast 1 000 Anliegen pro Arbeitstag abgewickelt. „Die Gespräche werden immer anspruchsvoller“, so Schmitz und müssten deshalb von qualifizierten Mitarbeitern geführt werden. Mit einer Vielzahl von Produkten und Dienstleistungen werde dem Ausbau der Digitalisierung Rechnung getragen, ohne die Sicherheit außer Acht zu lassen (z.B. Zahlen und mobiles Konto via Smartphone).

Während sich die Mitarbeiterzahl seit der Fusion am 1. Januar 2017 von 529 auf 477 verringert hat, wurden im Berichtsjahr 20 Neueinstellungen getätigt. Für September werden 16 Azubis gesucht, neben Bankkaufleuten erstmals auch für die Ausbildungsberufe IT-Kaufmann/frau, Servicekraft für Dialogmarketing und Kaufleute für Büromanagement mit Spezialisierung Vertrieb & Assistenz.

Orbigs Prognose für 2019 ist vorsichtig: Mit China, den USA, Großbritannien und Italien seien „zu viele unberechenbare Spieler“ unterwegs, die für Zündstoff sorgen können.

Geschäftsjahr 2018 (in Klammern Zahlen 2017)

Bilanzsumme 2,75 Mrd. Euro (2,65)

Geldvermögen der Kunden 2,95 Mrd. Euro (2,90)

Bilanzwirksame Einlagen 2,11 Mrd. Euro (2,09)

Bilanzwirksame Kredite 1,99 Mrd. Euro (1,87)

Jahresgewinn 3,40 Mio. Euro (3,40)

Geschäftsstellen: 30 Filialen m. Beratung/Service, 6 SB-Filialen,

7 Geldautomaten-Standorte, je 1 Internet-/Tel./ Mobile Filiale

Kunden ca. 105 000

davon Firmenkunden ca. 9 000

Girokonten 78 700

derzeitiges Eigenkapital 297 Mio. Euro

aktive Mitarbeiter 477

davon in Teilzeit 200

davon Auszubildende 43

Spenden, Sponsoring, Stiftungsausschüttung 196 000 Euro

Quelle: Sparkasse, Zahlen per 31.12.2018, gesicherte Werte liegen erst Ende März vor

Von Maria Hofstetter

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