Sparkasse plant Neustart für

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MARIA HOFSTETTER; Weilheim – Das fast brach liegende einstige „MZT Oberland“ wieder zu beleben und zu einem Gesundheitszentrum auszubauen, haben sich die Vereinigten Sparkassen im Landkreis Weilheim zum Ziel gesteckt. Eine Tochtergesellschaft der Sparkasse hat Ende 2009 das Ärztehaus vom Insolvenzverwalter und zusätzlich das angrenzende Postareal erworben. Das im Jahr 2000 eingeweihte „MZT“ war bereits 2005 in wirtschaftliche Turbulenzen geraten, die 2007 in die Insolvenz mündeten (wir berichteten). Damit stand das von einem Weilheimer Arzt realisierte Vorhaben an der B2 mit stationärem OP-Betrieb, Arztpraxen, Restaurant- und Wellnessbereich endgültig vor dem Aus. Die Sparkasse, die das Projekt ursprünglich mitfinanziert hatte, war größter Grundpfandrechtsgläubiger, erklärte Sparkassendirektor Josef Koch in einem Gespräch mit unserer Zeitung. Deshalb und „aus Verantwortung um den Standort Weilheim“ haben sich Vorstand und Verwaltungsrat der Zweckverbandssparkasse, die von den Kommunen Weilheim, Murnau, Penzberg und Peißenberg getragen wird, einstimmig für den Kauf ausgesprochen. Vorangebracht werden soll das Projekt über die „Gesundheitszentrum Weilheim GmbH und Co.KG“, eine 100-prozentige Tochter der Sparkasse. Standortanalyse und Gutachten hätten ergeben, dass das künftige medizinische Zentrum zehn bis 15 Praxen beherbergen könne. Die Sparkasse wird das Vorhaben nicht selbst betreiben, betont Koch. Sie tritt vielmehr als „Initiator und Vermieter“ auf mit dem Ziel, „das gesundete Objekt an einen Investor zu veräußern“. Von MARIA HOFSTETTER Weilheim – Das Areal, auf dem sich das „MZT“ befindet, umfasst 4300 m2. Zu dem auf vier Etagen nutzbaren Gebäude gehört noch eine Tiefgarage. „Im ersten Schritt muss jetzt die Parkplatzfrage gelöst werden“, steht für Sparkassendirektor Josef Koch fest. Für das geplante Gesundheitszentrum sind 100 bis 120 Stellplätze erforderlich, vorhanden sind jedoch nur etwa halb so viele. Die Tochtergesellschaft der Sparkasse hat deshalb auch das angrenzende, 5900 m2 große ehemalige Postareal gekauft. Auf einem Teil dieser Fläche, berichtete Koch, sollen zusätzliche Parkplätze für das Gesundheitszentrum entstehen, der verbleibende Grund soll „im Zuge einer umfassenden Infrastrukturmaßnahme entwickelt“ werden. Als „denkbare Option“ bezeichnete der Sparkassenchef gegenüber dem KREISBOTEN die bereits in der Diskussion befindliche Errichtung eines Pflegeheimes. Von dem anvisierten Zentrum mit Angeboten rund um die Gesundheit würden laut Koch Mieter wie Patienten profitieren: Während erstere durch das gemeinsame Nutzen von Flä- chen und teuren medizinischen Geräten 15 bis 20 Prozent ihrer Kosten einsparen könnten, fänden die Patienten hier „alles unter einem Dach“ vor. In der Entwicklungsphase für das neue medizinische Zentrum wird die Sparkasse weitere Partner hinzuziehen, unter anderem Berater für Ärztehäuser. In zwei bis drei Jahren soll das Projekt weitgehend vermietet sein. Spätestens dann, ist Weilheims Sparkassenchef überzeugt, werde sich ein Investor finden. Schließlich steige der Heil- und Pflegebedarf der Menschen in unserer Region laufend an. Daher, so Koch , sei auch keine unmittelbare Konkurrenzsituation – insbesondere zum Weilheimer Krankenhaus – gegeben.

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