Spaß ohne Alkohol Die erste "Ü14-Party" in Peißenberg steigt am 25. März

„Spaß ohne Alkohol“ heißt das Motto bei der „Ü14-Party“ am 25. März, für die Thomas Karau (li.), Petra Regauer, „Sonne-Mond-Sternchen-Garde“-Trainerin Gergana Stateva und Ralf Huber die Werbetrommel rührten. Foto: Jepsen

Nachdem sie in Weilheim bereits nach kurzer Zeit zu einem festen Bestandteil im Terminkalender geworden sind, will das Gesundheitsamt auch in Peißen- berg „Ü14-Partys“ als Veranstaltungsreihe etablieren.

Die Premiere, die Behördenmitarbeiterin Petra Regauer noch vorsichtig als ersten „Versuchsballon“ bezeichnet, wird am Freitag, 25. März, von 18 bis 22 Uhr unter dem Motto „Spaß ohne Alkohol“ im „Step´in“ über die Bühne gehen. Die Billard- und Cocktailbar ist neben dem TSV Peißenberg einer der Kooperationspartner, die das Gesundheitsamt vor ein paar Monaten bei der Peißenberger Auftaktveranstaltung für „Wir geben Halt“, dem landkreisweiten Präventionsprojekt gegen den Alkoholmissbrauch von Jugendlichen, mit ins Boot geholt hat. Sinn und Zweck der „Ü14-Partys“ ist laut Regauer, der Zielgruppe die Erfahrung zu vermitteln, „dass man tolle Stimmung ohne Nikotin und Alkohol haben kann“: „Es soll eine Jugendschutzparty werden“, konkretisiert die Sozialpä- dagogin, „wir wollen Jugendliche ab 14 Jahren und damit Publikum ansprechen, das sonst nicht in die Lokale rein darf“. Gefeiert wird in einem abgetrennten Bereich, unter anderem mit Sound von DJ „Firebird“ und Auftritten der „Sonne-Mond-Sternchen-Garde“. Der Eintritt kostet einen Euro, wobei die alkoholfreien Cocktails zu stark reduzierten Preisen angeboten werden. „Step`in“-Chef Ralf Huber war laut Regauer von der Idee zur Party „sofort Feuer und Flamme“. Der Kneipenbesitzer ist häufig mit Jugendlichen konfrontiert, die sich in die verwinkelten Ecken des Rigi-Centers zurückziehen, um vor dem Lokalbesuch mit Hochprozentigem vorzuglühen: „Das Drumherum erschreckt mich immer wieder. Ich bin selbst Familienvater, da denkt man weiter und möchte präventiv etwas bewirken“, erklärt Huber. Mit erhobenem Zeigefinger wollen die Organisatoren während der Party nicht herumlaufen. „Wir halten uns ganz im Hintergrund“, verspricht Regauer. TSV-Jugendkoordinator Thomas Karau sieht das Projekt als Instrument, Jugendlichen einen „vernünftigen Weg zum Alkohol als Genussmittel“ zu eröffnen. Auch im Sportverein habe man bisweilen mit Alkohol- und Drogenmissbrauch zu kämpfen: „Wir müssen mit gutem Beispiel vorangehen. Deshalb fördern wir die Präventionsaktion wo es nur geht“, bekräftigt Karau.

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