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Spatenstich für neues Feuerwehrhaus in Etting

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Von: Bernhard Jepsen

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Spatenstich Feuerwehrhaus Etting
Die Gemeinde Polling mit Bürgermeister Martin Pape an der Spitze (5.v.l.) lud zum Spatenstich für das Ettinger Feuerwehrhaus ein. © Jepsen

Etting – Endlich: Anfang der Woche haben die Bauarbeiten für das neue Ettinger Feuerwehrhaus begonnen. Die Gemeinde Polling hatte lange an dem Projekt geplant. „Die Verhandlungen waren nicht ganz einfach“, gestand Bürgermeister Martin Pape beim offiziellen Spatenstich.

Erste Überlegungen bezüglich eines Ersatzbaus für das alte, 1976 errichtete und nicht mehr den modernen Standards entsprechende Feuerwehrgerätehaus hatte es bereits in der Amtszeit von Altbürgermeister Dominikus Weiß (1990 bis 2008) gegeben. Doch das Projekt war alles andere als ein Selbstläufer: Da waren einerseits die Kosten und anderseits die topografisch beengten Rahmenbedingungen im Pollinger Ortsteil Etting. Letztendlich kristallisierte sich der Umkehrplatz zwischen Bachstraße und „Am Sportplatz“ als Standort heraus. Weil das Areal früher als Kiesgrube und später als Hausmülldeponie genutzt wurde, entschied man sich für einen Pfahlbau ohne Unterkellerung.

„Es freut mich, dass wir nun endlich soweit sind“, erklärte Kreisbrandrat Rüdiger Sobotta in seinem Grußwort. „Es war ein langer Zeitraum. Ich habe an drei Bürgermeister hingebohrt.“ Der Neubau werde eine „schöne Optik“ vermitteln. Im Vordergrund stehe aber natürlich die Funktionalität des Gebäudes.

Architekt Peter Haberecht (Büro „B3 Architekten Penzberg“) plante die Feuerwehrbauten so, dass sie zusammen mit dem bereits bestehenden Stadel der Jagdgenossenschaft einen ländlich geprägten Dreikanthof ergeben werden. Kernstück des Neubaus ist das mit einem Satteldach gestaltete Haupthaus, das aus nördlicher Richtung über den Innenhof erschlossen wird. Im Erdgeschoss ist neben der Fahrzeughalle Raum für Umkleiden, Toiletten und den Schwarz-Weiß-Trennungsbereich eingeplant. Im Obergeschoss sollen ein Kommandantenbüro, ein Schulungsraum sowie ein mit Küche ausgestattetes Stüberl eingerichtet werden. Die Kosten liegen bei etwas mehr als drei Millionen Euro. Ende 2022 soll das neue Feuerwehrhaus fertig sein. Architektonische Herausforderung sei es bei den Planungen gewesen, so Haberecht, „auf einer Minifläche das Optimale herauszuholen“.

Pape betonte in seiner „Spatenstich-Rede“, dass der Neubau kein Luxus für die Feuerwehr sei, auch seien die Floriansjünger nicht die „Bedarfssteller“. Letztlich würden die Bürger, die Gebäude bauen und bewirtschaften, sowie die Ortsumgebung Gefahrenpotenziale schaffen. „Das bestimmt die Notwendigkeit für den Bau des Feuerwehrhauses“, so Pape.

Kommandant Andreas Kraus skizzierte die gesellschaftlich-strukturelle Bedeutung des Projekts. Das Feuerwehrhaus sei ein „deutliches Zeichen“ an die Ettinger Jugend, dass es mit der Institution Feuerwehr im Ortsteil gut weitergeht.

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