Leben an den Ammer-Auen: Erster Spatenstich für 32 Häuser und 41 Wohnungen

Wohnen unter begrünten Dächern

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Jetzt ist der Baubeginn offiziell. Beim Spatenstich v. li.: Georg Kees, Firma Schneider; Dr. Christian Bachmann, Theodor Aschenbrenner, Firma Guggenberger; zweiter Bürgermeister Horst Martin, Bernhard Illichmann, Immobilienzentrum Oberbayern und Stadtbaumeisterin Andrea Roppelt.

Weilheim – Seit Herbst 2017 rollen Bagger auf dem ehemaligen Betriebsgelände der Stadtwerke an der Kanal-/Singerstraße, heben Kräne Baumaterial zu den benötigten Plätzen. Seit Anfang Mai dieses Jahres arbeitet ein Team von bis zu 70 Bauarbeitern, Statikern und Ingenieuren an dem Wohnprojekt „Leben an den Ammer-Auen“.

Am Freitag der Vorwoche griffen Vertreter der Immobiliengesellschaft, der Stadt und Bauunternehmen für den ersten Spatenstich zum nagelneuen Arbeitsgerät. In einer für die Kreisstadt bisher untypischen Bauweise entstehen hier 32 Reihenhäuser mit begrünten Flachdächern sowie 41 Wohnungen. Davon werden in Abstimmung mit der Stadt fünf Reihenhäuser, zwei Doppelhaushälften und sechs Wohnungen zu einem sozial vergünstigten Kaufpreis zwischen 800 bis 1000 Euro pro Quadratmeter an einheimische Bewerber vergeben.

Die Ausschreibung und Vergabe führte das Stadtbauamt durch, der Verkauf erfolgt über das Immobilienzentrum Oberbayern. Geschäftsführer Bernhard Illichmann befand sich bei der Begrüßung auf vertrautem Terrain. Er habe vor rund 17 Jahren bereits auf diesem Gelände für die Stadt gearbeitet und sich damals das Geld für seinen Moped-Führerschein verdient, verriet er den geladenen Gästen schmunzelnd. Wie Illichmann beschrieb, werden die Gebäude in ökologischer Ziegelbauweise errichtet. Drei Pelletheizungen versorgen über ein Nahwärmenetz die Gebäude CO²-neutral. Gebaut wird nach dem KfW-Standard 55 in hochwertiger Ausstattung mit Massivholzparkett, Dreifachverglasung und hoher Dämmung.

Das gesamte Areal wird dank zweier Tiefgaragen mit 111 Stellplätzen autofrei gehalten. In dem Konzept sind Tankstellen für Elektrofahrzeuge vorgesehen. Sonderwünsche der Käufer sind noch möglich. Illichmann lobte die reibungslose Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Für die Stadt sprach zweiter Bürgermeister Horst Martin. Martin wies auf den Beschluss des Stadtrats hin, das frei gewordene Areal an das Immobilienzentrum Oberbayern zu veräußern. Dieses habe nicht nur das höchste Gebot, sondern auch ein überzeugendes Entwurfskonzept abgegeben. Die Planung wurde aus städtebaulicher Sicht als sehr gelungen empfunden. Mit dem Vorhaben gehe die Stadt gemeinsam mit dem Käufer erstmals auch einen neuen Weg der Sozialbindung im Baurecht.

Gemäß der weiteren Planung soll der Rohbau im Spätherbst beziehungsweise bis zum Beginn des Winters fertiggestellt werden. Die Einweihung des Projektes ist für Anfang 2020 vorgesehen. Bis auf zwei Häuser und eine Wohnung sind bereits alle Wohneinheiten vergeben.

Anfragen sind an das Immobilienzentrum Oberbayern unter der Tel. 0941/60 407 0 zu richten.

Von Georg Müller

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