Mehr Ideen, Einsatz und Engagement

SPD-Spitzenkandidat Robert Halbritter will Wirtschaftsstandort Peißenberg stärken

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Wahlkampf war beim Neujahrsempfang der Peißenberger SPD angesagt: V.li. SPD-Kreisvorsitzender Dominik Streit, Robert Halbritter, dritte Landrätin Regina Bartusch, Landratskandidat Alexander Majaru und Peter Blome.

Peißenberg – „Peißenberg kann mehr!“ Das war eine der Botschaften, die die Gäste des traditionellen Neujahrsempfangs der Peißenberger SPD von den Rednern zu hören bekamen.

SPD-Ortschef Peter Blome kritisierte, dass in der bisherigen Amtszeit von Bürgermeisterin Manuela Vanni zwar viel investiert worden sei, allerdings hauptsächlich in „Pflichtaufgaben“ wie die Generalsanierung der Mittelschule: „Das wäre so oder so passiert. Es wird zu viel verwaltet und zu wenig gestaltet“, konstatierte Blome: „Halb Peißenberg ist tot. Der Ort wird immer mehr zur Schlafstadt. Das wollen wir doch nicht.“ Und: „Wir brauchen ein Gewerbegebiet und wir müssen Peißenberg im Ortskern beleben.“ Die SPD habe für die Kommunalwahl einen „super Kandidaten“, erklärte Blome. Damit war Robert Halbritter gemeint, der Vanni bei den Kommunalwahlen aus dem Amt kegeln möchte.

Halbritter vermied zwar in seiner Empfangsrede den Frontalangriff, allerdings arbeitete er sich an der Politik der Rathauschefin ab. In puncto „Rigi-Rutsch´n“ bescheinigte er Vanni, dass sie zusammen mit ein paar Gemeinderäten nach dem Großbrand 2016 hinter verschlossenen Türen ernsthaft überlegt hat, das Freibad dauerhaft zu schließen oder rückbauen zu lassen. „Mit der SPD-Fraktion würde es das auf gar keinen Fall geben“, versprach Halbritter. Beim Thema „Hochwasserschutz“ müsse man die Planungen „konsequenter weiterverfolgen“ und „etwas hartnäckiger“ gegenüber den zuständigen Behörden auftreten. 

Ein weiteres Problem sei die fehlende Kommunikation zu den Betroffenen: „Die Gemeinde hat jetzt eine Klage am Hals, weil sich die Anlieger alleine gelassen fühlen.“ Auch bei der Neugestaltung der Ortsdurchfahrt sei die Informationspolitik der Rathausspitze mangelhaft. „Es gibt einen Plan und zwar von vorne bis hinten. Aber den kennt halt keiner“, monierte Halbritter. Ziel müsse es sein, auf der Ortsdurchfahrt sicher radfahren zu können. Auch müsse der Binnenverkehr reduziert werden, zum Beispiel durch einen „kostenlosen Bürgerbus“. 

Halbritter betonte, dass man den Wirtschaftsstandort „Peißenberg“ unbedingt stärken müsse. Auf das Gewerbegebiet-Ost könne man nicht fünf bis zehn Jahre warten. Es müssten Alternativen geschaffen werden – zum Beispiel im Bereich der Firma „Agfa“: „Das wäre eventuell schnell zu realisieren.“ Jedenfalls müsse es „für die Peißenberger möglich sein, in Peißenberg vernünftige Arbeitsplätze zu finden“. Ein weiterer Vorwurf an Vanni: „Es gibt keine vorausschauende Planung. Die ist in den vergangenen zwölf Jahren total abgegangen.“ Halbritter will das im Falle eines Wahlerfolgs ändern. Sein Versprechen: „Mehr Ideen, mehr Einsatz und mehr Engagement.“

Von Bernhard Jepsen

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